Wildbienen-Vortrag (Februar 2010)

"Sind Wildbienen wild und gefährlich?" fragte Rainer Michalski vom NABU (Naturschutzbund Deutschlands) zu Beginn seines Vortrages über diese  gefährdeten Insekten. Wildbienen, das machte er deutlich sind unentbehrliche Bestäuber, auch  für die Landwirtschaft. Viele der 556 in Deutschland vorkommenden Arten stehen auf der roten Liste, dabei - so beantwortete er seine Eingangsfrage - sind sie für den Menschen ungefährlich, denn sie stechen nur in "Notwehr", also wenn sie selbst wirklich in Gefahr sind.

Den spannenden Vortrag über das geheime Leben der Wildbienen und was man tun kann, um diese Arten zu retten, hatte die LOKALE AGENDA von Klein-Winternheim am 5. Februar 2010 im Andreas-Cafe am Rathausplatz organisiert. Etwas 20 Besucher waren gekommen, um Rainer Michalski, dem Leiter der NABU-Regionalstelle Rhein-Hessen, zuzuhören. Etwa 14 % der heimischen Wildbienen kann jeder mit sogenannten "Bienen-Hotels" helfen. Das können Steine oder Holzstücke sein, in die passende Löcher gebohrt werden, damit die Bienen darin ihren Nachwuchs aufziehen können. Die LOKALE AGENDA von Klein-Winternheim plant übrigens auf der Ausgleichsfläche "Am Wingertsweg" ein solches großes Bienen-Hotel zu errichten.

Michalski nannte Links zu entsprechenden Seiten im Internet, wo Bauanleitungen zu finden sind.  (Links siehe unten auf dieser Seite).

 Wildbienen sind gefährdet, weil es in der modernen Landwirtschaft kaum noch bunte Wiesen, Feldrandstreifen, unbefestigte Wege und Hecken gibt. In Gärten dominieren exotische oder hochgezüchtete Pflanzen mit gefüllten Blüten, die keinen Nektar spenden. Bienen sind auf heimische Pflanzen angewiesen. Zum Nisten brauchen viele Arten Abbruchkanten mit offenen Erdstellen, andere Sandböden. Hier gibt es viele Möglichkeiten für Gartenbesitzer, helfend einzugreifen.

Eindrucksvoll waren die Schilderungen, welche Fähigkeiten Wildbienen haben können. Michalski schilderte eine Bienenart, deren Vertreter ovale Stücke aus grünen Blätter schneiden, die zu Taschen zusammenfügt werden. Dann legen die Tiere ihre Eier darin ab. Die gefüllten Taschen werden dann mit einem runden Stück eines grünen Blattes verschlossen und in eine geeignete Ritze geschoben. Aber es gibt auch Indivualisten unter Bienen. Eines Tages sah Michalski eine dieser Bienen mit rosa Taschen. Sie hatte sich auf Rosenblätter spezialisiert.

Wer Tipps haben möchte, wie man Wildbienen helfen kann, wird hier fündig:

http://www.wildbienen.de

http://www.wildbiene.info/

 

                                                                                    Fotos: Dr. Irene Wellershoff

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