Gonsbach 2016 - zwei Jahre nach der Renaturierung

(6/2016 bw) Der Gonsbach, vor etwas mehr als zwei Jahren, auf dem Bild links: eine elende Betonrinne. Auf einem Stück von 1,2 Kilometern wurde  er 2013/14 renaturiert, wir haben damals darüber berichtet, und uns die Frage gestellt, ob diese Renaturierung nicht auch ein Vorbild für den Haybach auf Klein-Winternheimer und Ober-Olmer Gebiet sein kann. Zwei Jahre später schauen wir nach, was in dieser - für eine Renaturierung kurzen - Zeit passiert ist und treffen auf eine eindrucksvolle bunte und  lebendige Vielfalt, die wir uns für unsere Gemarkungen auch nur wünschen können. Inzwischen mäandert der Gonsbach durch eine herrliche Wiese ...

  

... und zeigt - wenn man bereit ist, in die Knie zu gehen - einen veritablen Urwald ;)

 

Immer wieder erfreuen Sumpflilien den Betrachter und Naturfreund.

Im Geäst ein Greifvogel, der von oben den Überblick behält.

Völlig gelassen diese Entendame, die vermutlich gerade ihre Yoga-Stunde hat, entspanntes Stehen auf einem Bein.

Und die Libellen, wenn sie nicht gerade auf Hochzeitstanz sind, erfreuen sich an einigen Wassertropfen.

Nichts erinnert auf diesen 1,2 Kilometern mehr an die Betonrinne, aus der der Gonsbach hier befreit wurde - eine Freude für Mensch und Natur ...

An einigen Stellen bittet das Grün- und Umweltamt der Stadt Mainz die Gäste des Landschaftschutzgebietes, die Wege nicht zu verlassen, um die Natur in ihrer Entwicklung nicht zu stören ...

Leider halten sich etliche nicht daran. Auf bereits ausgetrampelten Pfaden geht es hier mit Vierbeinern durch die abgesperrte Anpflanzung.

Und manche gehen nochmal tiefer in das Grün und trampeln alles platt. Man kann die Sehnsucht nach etwas Wildnis verstehen, aber Natur hat im Balllungsraum nur eine Chance, wenn sie respektiert wird und ihren Raum behält.

Und dieser Herr im besten Alter "erntet" offensichtlich regelmäßig einen großen Korb Holunderblüten, direkt am Bach, vielleicht für einen Tee - die Blüten aus dem Landschaftschutzgebiet seien weniger belastet als die aus seinem Garten, ist die Begründung.

... wenn das jeder täte, hat man früher zu den Kindern gesagt ...

Und trotzdem: Manche Ecke sieht inzwischen schon wie ein kleiner verwunschener Garten Eden aus, besonders da, wo alter Baumbestand erhalten werden konnte.

Und wenn gerade mal kein Hochhaus über die Büsche schaut und kein Zug vorbeifährt, kann man die Phantasie haben, es ginge noch Kilometer weiter durch die Wildnis.

Gelegentlich wird der Spaziergänger aber doch daran erinnert, dass er in einem begrenzten Paradies unterwegs ist. Die Tiere nehmen den lauten Zug gelassen.

Und manchmal hat man Glück und kann die Reiher sehen, die am Gonsbach eingezogen sind - was für eine großartige Entwicklung in nur zwei Jahren.

Fazit: Die Entwicklung des renaturierten Stückes vom Gonsbach sollte alle ermutigen und motivieren, dasselbe für unseren Haybach zu tun - für (respektvolle) Mensch und (ein bißchen wilde) Natur.

 

 

 

Der Gonsbach im Jahr 2014

 

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