Die GRÜNE BRÜCKE in Mainz - Kunst und Natur im Ballungsraum

(2016/2017 bw) Die "Grüne Brücke" in Mainz ist etwas Besonderes. Es lohnt sich, sie in Ruhe anzuschauen, bundesweit und international hat sie in ihrer gelungenen Verbindung aus Kunst, Natur und Funktion große Beachtung gefunden. Wir laden Sie zu einem anregenden Rundgang durch alle Jahreszeiten ein, mit vielen Bildern und einigen Informationen:

Verkehrstechnisch verbindet die "Grüne Brücke"  die Mainzer Neustadt organisch mit dem Rheinufer, indem sie die stark befahrene Rheinallee dazwischen einfach unter sich verbannt. Eine "grüne Achse" zwischen Stadtviertel und Uferpromenade ist so entstanden, auf der Jogger, Omas, Flaneure und eilig Geschäftige  bequem, naturnah und in anregender künstlerischer Umgebung  ihrer Wege gehen können.

Die Rheinallee zwischen Neustadt und dem Rhein, eine der Hauptverkehrsachsen von Mainz.

Mit Ornamenten und wucherndem Grün zeigt sich die "Grüne Brücke" von unten. Ein Hauch Dschungel in der Stadt.

1981 ist die Brücke von der Stadt Mainz gebaut worden, entworfen von dem Umweltkünstler Dieter Magnus, realisiert vom Bauingenieur Horst Waldmann. Ein freundlicher hellrot-grüner Park über dem Straßengrau mit gelben Einsprengseln. 

Circa 2000 qm Fläche hat die "Grüne Brücke". Von oben sieht man nur den kleineren Teil davon, die sogenannte "Obere Ebene". Den Rest verdeckt das Grün. Aber so soll es ja auch sein, bei einer "Grünen Brücke".

Vom anliegenden Verwaltungshochhaus der Stadtwerke hat man den besten Überblick. Im Hintergrund der Zollhafen, der gerade (2016) ausgebaut wird. Die vielen neuen Wohnungen dort werden neuen Verkehr in der Rheinallee erzeugen. Um so wichtiger, dass es die "Grüne Brücke" gibt.

Und noch etwas mehr Überblick: Der rote Fleck ist der mittlere Teil der Brücke, links ist die Neustadt zu sehen.  Auf der rechten Seite markiert die Baumreihe in Verlängerung der Brücke den Feldbergplatz, der die "grüne Achse" zum Rhein hin vervollständigt. Ganz rechts die Grundschule am Feldbergplatz.

Aus drei "Teilen" besteht die Brücke, den Aufstiegen aus Richtung Neustadt und aus Richtung Feldbergplatz und der zentrale Übergang, die "Obere Ebene", mit seinen Beeten.

Für die Anlieger ist es ein angenehmer Platz, der auch  zum Verweilen einlädt. Für die Natur ein kleines Refugium im hochverdichteten Innenstadtbereich.

Die Bepflanzung ist standortgerecht und naturnah. Seit 2011 hat der  "NABU Mainz und Umgebung" von der Stadt Mainz die Pflege und Bepflanzung der Beete und Kübel übernommen.

Die Pflanz-Pläne sind von der Naturschutzorganisation (Projektleitung Andreas Lukas, Torsten Collet) in Kooperation mit der Gärtnerei Ahornblatt (Gerold Baring Liegnitz) entwickelt und umgesetzt worden. Der NABU hat über 25.000 Euro eigenen Geldes in dieses Projekt gesteckt und zeigt damit, wie wichtig ihm das Thema "Natur im Ballungsraum" ist. Die zeitaufwändige Pflege wird zum größten Teil von den Ehrenamtlichen des NABU geleistet.

Jede Blüte zählt in Zeiten, in denen Städte immer weiter verdichtet werden und vor den Toren unserer Städte landwirtschaftlich genutzte Gebiete wegen der üblichen industriellen Arbeitsweise dramatisch an Artenvielfalt verlieren.

Der NABU und seine Mitstreiter achten darauf, dass wertvolle und geschützte Pflanzen in der Anlage eine Heimat finden, wie die Weinbergstulpe, die bereits im Frühjahr blüht. Sie steht auf der Roten Liste und ist stark gefährdet. Im Hintergrund die Grundschule am Feldbergplatz.

Ästhetisch ist die Brücke ein Hotspot verschiedener Stile: die gelbe Rechteck-Fröhlichkeit der Lampen und Brückeneinfassung aus den Achtzigern des letzten Jahrhunderts, die funktional-kühle Glasfassade des Verwaltungsgebäudes der Stadtwerke und die Spiegelung des historischen Bürgerhauses. Nicht zu vergessen das zeitlose Grün, Rot, Weiss der Natur.

Früh im Jahr blüht eine echte Rarität, das Frühlings-Adonis-Röschen. Es ist akut gefährdet. Einer der wenigen Standorte in Desutschland, an denen es noch zu finden ist, ist das Naturschutzgebiet "Mainzer Sand". Einen Abgesannten hat es auf die "Grüne Brücke" geschickt. (Hier gibt es übrigens einen Exkurs auf unseren Seiten zum Frühlings-Adonisröschen in den "Mainzer Sand")

Und im April treibt sich ein prächtiger Schwalbenschwanz-Schmetterling auf der Brücke herum.

  

Manche Pflanzen ähneln sich sehr, wie Kopfginster oder Österreichischer Geißklee. Einer von beiden macht hier zumindest optisch Anstalten, das Haus der Stadtwerke neben der Brücke dschungelmäßig zu überwuchern.

Rosen dürfen in Rheinhessen nicht fehlen, es gibt die unterschiedlichsten Sorten auf der Brücke. Diese hat den schönen Namen "Dortmund" und gilt als besonders blühfreudig, was Insekten bis in den Herbst hinein zu schätzen wissen.

Der Treppenaufgang zur Brücke vom Feldbergplatz aus. An der Seite gibt es barrierefreie Wege für Rollstuhlfahrer und Radfahrer.

Gleich rechts neben der Treppe der Wasserfall.

 

Die Anlage hat insgesamt zwei Wasserspiele.

Der Aufgang der anderen Seite, der Neustadt-Seite aus. Hier blicken wir auf die rollgerechte Schräge mit dem Findlings-Quellstein in der Bildmitte. Auch hier gibt es Treppen, für Eilige, die gut zu Fuß sind, im Rücken des Fotografen.

Zwei große kubische Rankgerüste zum Bewachsen hat die Brücke. Dieses ist im März 2016 angezündet worden. Ein Vandalismus, der Pflanzen zerstört und Vögel vertrieben hat.

 

Im Laufe des Jahres 2016 sind neue Anpflanzungen geplant.

Im zweiten unbeschädigten Rank-Kasten stehen Bienenstöcke, mit denen eine "Soziale Stadt-Imkerei" seit April 2014 mit der "Künstlergruppe Finger" betrieben wird.

Leider hat die Brücke immer wieder mit Schmierereien und Vandalismus zu tun, eine der speziell für dieses Gesamt-Kunstwerk entworfenen Lampen hat - wie etliche andere Brückenelemente auch - darunter zu leiden.

Die Bepflanzung ist auf Artenvielfalt und Insektenfreundlichkeit ausgelegt. Offene Blüten sind typisch, wie bei der Eibischstockrose. Sie gewähren Insekten leichten Zugang zum Nektar. In den entsprechenden Monaten summt und brummt es auf der Brücke und es gibt Einiges zu Entdecken.

Zum Beispiel die Hornissenfliege. Sie ist eine relativ große Schwebfliege, die auf ihr abschreckendes Äußeres setzt und sich auch von einem Makroobjektiv in unmittelbarer Nähe nicht erschrecken läßt. Sie steht auf einer "Vorwarnliste", weil sie inzwischen eher selten ist.

Kohlweisslinge sind die am häufigsten in Europa vorkommenden Tagfalter. Der deutliche schwarze Fleck zeigt: es ist ein "Großer Kohlweissling" und kein kleiner. Er sitzt auf einer Spornblume.

Die "Kuckucks-Hummel" ist gar keine Hummel. Sie heißt nur so, weil sie sich darauf spezialisiert hat, ihren Nachwuchs den Hummeln unterzuschieben und von denen aufziehen zu lassen. Die "Rote Fetthenne" unter ihr versorgt Insekten auch noch im Herbst mit Nektar. Die Blumen sind so ausgewählt, dass sie über viele Monate Nahrung bieten.

Mit einiger Fantasie kann man in der Zeichnung dieses Gesellen einen Totenkopf sehen und so kommt es zu dem martialischen Namen "Totenkopfschwebfliege". Das freundliche Insekt setzt wie sein Kollege Hornissenfliege (oben) auf ein abschreckendes Äußeres und lässt sich gerne mit stachelbewehrten Bienen und Wespen verwechseln. Es ist Freund des Gärtners, bestäubt Blüten und seine Larven fressen Blattläuse. In Europa, in Zentralasien, Sibirien, Nordafrika häufig anzutreffen

Auf dem Handlauf einer Beetbegrenzung ruht sich eine kleine Wildbiene aus. Etwa 500 Wildbienen-Arten gibt es in Deutschland, viele sind gefährdet und auf den Roten Listen. Auch für sie ist hier ein Rückzugs-Platz geschaffen worden.

Eine Mörtelwespe mit ihrem  erstaunlichen "gestielten" Hinterleib - ebenfalls auf einem Handlauf.

Da Bläulinge besonders empfindlich auf Umweltbelastungen reagieren, ist es ein gutes Zeichen, hier immer wieder welche anzutreffen.

Die Zwergmandel, sie blüht schon im März und ernährt früh fliegende Wildbienen wie die Männchen der Roten Mauerbiene. "Zu viele Stadtbewohner verschönern ihre Gärten oder Balkone mit Pflanzen, die nichts zum Erhalt des Ökohaushaltes beitragen. Zum Beispiel mit Geranien, die aber für Wildbienen keinen Nektar liefern", bedauert Christian Henkes, Vorsitzender des "NABU Mainz und Umgebung", bei einer Pflanzaktion. Projekte wie die Grüne Brücke sollen deshalb auch dazu dienen, die Menschen auf Pflanzen hinzuweisen, die ökologisch sinnvoll und trotzdem schön anzusehen sind - wie die Zwergmandel.

Großes Windröschen. Früher häufig, in den letzten Jahrzehnten in ganz Deutschland gefährdet, wegen der Intensivierung der Landwirtschaft, Flurbereinigungen, erhöhter Nährstoffeinträge etc.

 

Die Küchenschelle ist ein insektenfreundlicher Frühblüher, der sich mit Haaren gegen mögliche Kälte schützt. In einigen Bundesländern ist sie bereits ausgestorben. Im Naturschutzgebiet "Mainzer Sand" gibt es sie noch - und auf der "Grünen Brücke".

Glockenblumen. Sie leiden, weil magere Standorte, die sie lieben, gerne in Äcker oder Wirtschaftsgrünland umgewandelt werden. Wobei sie nicht nur von Insekten geschätzt werden. Wikipedia weiss, dass Feen und Elfen gerne Glockenblumen-Blüten als Kopfbedeckungen tragen ;)

Die wunderbaren Blüten des "Echten Leinkrautes". Man nennt sie eine "Kraftblume", weil sie nur durch große Hummeln oder Wildbienen geöffnet werden kann. Aber auch Falter gelangen mit Hilfe ihres langen Rüssels an den Nektar. Kleine Erdhummeln begehen schon mal "Blüteneinbruch" durch Aufbeißen des Sporns.

In einer Ecke der "Grünen Brücke" ein Fledermauskasten. Untersuchungen haben gezeigt, dass Feldermäuse aus ihren Wohnstätten in der Nordstadt gezielt über die  "Grüne Brücke"  zu  ihren Futterrevieren am Rhein fliegen. Für die Fledermäuse ist die "Grüne Brücke" dabei zur Orientierung unverzichtbar.

Und natürlich können immer wieder Exemplare des "homo sapiens" gesichtet werden, hier einer aus der Gruppe des "homo sapiens sonnenanbeteriensis". Jeder findet seinen "Frieden" auf seine Art.

Die "Grüne Brücke" zeigt sich als eine lebendige Kunst- und Naturlandschaft in der Stadt, die zum Entdecken einlädt und die ein Beispiel gibt, was an Vielfalt im Ballungsraum möglich ist. Und bereits vor einem Jahr, im Juli 2015, hat die AZ vermeldet, dass das Bund-Länder-Programm "Soziale Stadt" circa 176.000 Euro für die Renovierung und Weiterentwicklung der Brücke zur Verfügung gestellt hat. Vermutlich wird es 2017 so weit sein. Wir sind gespannt.

Aber vorher gibt es noch einen Blick auf einige  Geheimnisse, die die Brücke  unter sich verbirgt  ...  und dann kommen noch die Bilder der Nacht, des Spätsommers, des Herbstes und des Winters ...

Es geht runter, Richtung Neustadt, Feldbergstraße ...

... und dann unter die Brücke.

Hier haben sich Graffiti-Sprayer verewigt und die Brücke wird zur "Bunten Brücke" ...

... mit eigenwilligen Untergeschoss-Bewohnern. Anders als die destruktiven Schmierereien oben sind diese Flächen "legal" von Graffiti-Künstlern bemalt worden.

Unbeeindruckt von den Geistern der Unterwelt: eine Platane mit ihrem massiven Standbein und ihrem Tor zum Licht.

Und abends, wenn die Lichter in der letzten Dämmerung angehen, entfaltet die Brücke noch mal einen ganz neuen Charme. Der Treppenaufstieg auf der Rheinseite.

Auf der "Oberen Ebene".

Jeder kann hier auf der Freitreppe seinen großen Auftritt haben.

Weiter geht es im Lauf der Jahreszeiten. Die bisherigen Bilder stammten aus dem Frühling und dem Sommer. Jetzt ist es in unserer Fotoserie Anfang September und immer noch sommerlich.

Vom Feldbergplatz aus weist das Spalier der Kubus-Lampen unbeirrt den Weg.

 

Die Goldhaar-Aster  blüht vor imposanter Kulisse, von August bis September, mit "zwittrigen Röhrenblüten". Auf so einen Namen muss man erst mal kommen. Sie kann extreme Trockenheit vertragen und erholt sich schnell nach einem Regen. Das paßt, denn im Sommer und auch noch im Spätsommer kann es in der Stadt und auf der Brücke heiß und trocken sein, das Richtige für eine ehemalige Steppenpflanze.

Eine Bibernellrose im September. Sie hat viele Namen: Dünenrose, Erdrose, Feldrose, Haferrose, Stachelige Rose, Reichstachelige Rose, Felsen-Rose. Sie ist in Eurasien weit verbreitet, ist eine Eins-A-Bienenweide und ihre Hagebutten dienen Vögeln und Kleinsäugern als Nahrung. Rheinhessen ist Rosenland. Wer würde das jetzt noch bezweifeln.

Der Gemeine Efeu hat es in sich. Er ist wegen seiner späten Blütezeit bis Oktober eine Besonderheit innerhalb der mitteleuropäischen Flora mit ihren hauptsächlich in den Frühjahrs- und Sommermonaten blühenden Pflanzen. Aufgrund dieser späten Blütezeit ist der Efeu eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen, Wespen und Schwebfliegen. Seine Beeren, die im Januar bis April reifen, werden auch noch von vielen Vögeln geliebt.  

Der Feuerdorn ist ein Schutzgehölz für Vögel und seine lange am Strauch verbleibenden Beeren werden im Winter gerne von eben diesen Vögeln verspeist, auch wenn er in Mitteleuropa eigentlich nicht heimisch ist. Er wurde und wird "gerne wegen seiner Anspruchslosigkeit in öffentlichen Grünanlagen gepflanzt" - und hat hier auf der grünen Brücke vielleicht schon vor der ökologischen Umgestaltung durch den NABU sein Heim gehabt.

Der Echte Lavendel kommt aus dem Mittelmeerraum, wurde von Mönchen nach Nordeuropa gebracht, um 1800 gab es zwischen Bingen und Bad-Kreuznach sogar "Lavendelberge" mit verwilderten Pflanzen. Heute sind da Weinberge. Die Insekten freut der hohe Zuckergehalt des Nektars der Pflanze, die überdies auch Trockenheit gut verträgt und dem Passanten umsonst und ohne großes Aufheben Schönheit und Duft schenkt.

Der Schlingknöterich kann 15 Meter hoch wachsen. Er kann schnell große Flächen begrünen. Sein Spitzname ist deshalb "Architektentrost". Hier tröstet er eine Biene.

Der Storchenschnabel hat ein Gefühl für dekorative Arrangements. Die Familie der Storchenschnäbel gilt als eine ausgesprochen artenreiche Gattung im Pflanzenreich. Sie sind weltweit verbreitet. Eigentlich lieben sie eher das Feuchte, aber kommen hier auf der Grünen Brücke auch unter all den Trockenkünstlern zurecht.

Ende Oktober: Der Echte Salbei ist schon verblüht,  seit Ende Juni. Zur Blüh-Zeit ist er übrigens eine sensationelle  Bienenweide, wirksamer als es z.B. der Raps ist. Er kommt mit Trockenheit zurecht, aber hasst als mediterrane Pflanze kalte Winter. Viel Glück in den kommenden Monaten.

Anfang November sind die Beetinseln so grün, als würde der nächste Herbst noch ewig auf sich warten lassen.

Und die  Brücke macht noch einmal ihrem grünem Namen alle Ehre.

Die Platanen zeigen sich voller Kraft, na gut, hier und da ein gelbes Blättchen ...

Im tief stehenden Licht der späten Jahreszeit zeigt sich, wo der berühmte Bildhauer Jean Arp seine Inspirationen gefunden hat.

Noch einmal kommt Dschungelgefühl auf, auch wenn das Laubdach schon einen Hauch schütter geworden ist. Ausklang der letzten Sommer-Sonnen-Erinnerungen.

Bis Mitte November verschwindet  das Grün der Bäume unaufhaltsam. Es gibt kein Vertun mehr, der Herbst ist da.

 

Das Laub hat sich der Schwerkraft ergeben.

Der Wasserfall ist abgestellt, nicht dass noch im Winter der zugehörige Wasserhahn  einfriert.

 

Irgendwo auf der Grünen Brücke blüht es immer noch: Eine verspätete Margherite. Nach Lehrbuch blüht die "nur" bis  Ende Oktober, aber was ist ein Lehrbuch gegen den Entschluss einer autonomen wilden Blume auch noch Mitte November zu blühen?

Vor mehreren Monaten wurde das Rankgitter abgefackelt.  NABU-Leute haben Efeu gepflanzt, sozusagen als "Trost der Umweltfreunde", der die Häßlichkeit der Brandschäden bedecken und beleben soll.

Und neuen Vandalismus gibt es.  Irgendein - pardon - Idiot schmiert "Blood" an die Wände und fühlt sich cool und unkonventionell, dabei und ist er oder sie doch nur ein ...

Überall gibt es etwas zu entdecken, ein unbekannter Pilz, der sich entspannt an der Platane eingerichtet hat. 

Unübersehbar geht es Richtung Jahresende.

Am Anfang des neuen Jahres wird die Grüne Brücke dann zur Weißen Brücke, einem kleinen Freizeitparadies, auf und neben dem sich die Kinder tummeln.

Unter der Brücke hat der Schnee nur wenig Chancen, der Großstadtverkehr hat keine Gnade mit der weißen Pracht.

Oben auf der Brücke gibt es einen neuen Bewohner, ein Schneemann hat hier sein Domizil gefunden.

Die Hagebutten warten auf hungrige Vögel.

Im Schnee verschmelzen Moderne, Klassizismus und Natur zu einer märchenhaften Landschaft.

An einer Ecke blühen immer noch die Blumen, ein über jeden Zweifel erhabenes  Versprechen für das kommende Frühjahr und den kommenden Sommer.

Aber erstmal ist Winter. Den kann man auf der "Grünen Brücke", mitten in der Stadt, genießen.

.. und im nächste Frühjahr geht es wieder los, mit dem Summen und Brummen, Wachsen und Blühen, mit dem ganzen bunten Fest der Natur hoch über dem grauen Straßenasphalt.

 

PS: Dank an Christoph Weinrich (Ahornblatt) zur kundigen Hilfe bei der Artenbestimmung

 

 

 

Der Künstler Dieter Magnus und seine Homepage

Wikipedia: Die grüne Brücke in Mainz

NABU Mainz und Umgebung: Projektseite Grüne Brücke

 

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