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FOTOTAGEBUCH DES JAHRES 2024 - die Ausgleichsfläche "Am Wingertsweg"



2. Februar 2024

Die "Ausgleichsfläche" startet ins Neue Jahr

Die renaturierte Ausgleichsfläche "Am Wingertsweg", die wir von der Lokalen Agenda seit 2008 betreuen, startet mit romantischem Schnee und blitzendem Eis auf den Hagebutten ins neue Jahr 2024. Während im Bienenhotel die Mauerbienen noch schlafen, lassen sich andere Tiere nicht von der Kälte erschrecken, die Wildkamera zeigt: Fuchs, Fasane und zwei Hasen auf der 1,5 Hektar großen Fläche. Schnell sind Schnee und Eis wieder verschwunden. Bilder klassisch fotografiert: Einer der Hasen mit Rabenkrähe, Elster und einem schemenhaften Rotkehlchen. Und wir freuen uns auf die nächsten Begegnungen mit Zauneidechsen, Schlüsselblumen und den anderen im Laufe des kommenden Jahres. Wer mehr wissen und sehen will:


Im März 2024

Im März kommen die Mauerbienen aus ihren Brutröhren, der Fasan zeigt sein buntes Gefieder, genauso wie der Grünspecht mit dem roten Kopf. Das Reh kommt vorbei, die Schlüsselblumen erobern große Flächen, eine Königskerze bereitet sich auf den Sommer vort –  und dann die Blütenexplosion von Vogelkirsche und Schlehen. 


4. April 2024

Pflegearbeiten auf der Ausgleichsfläche "Am Wingersweg"

Ein bisschen Pflege braucht auch unsere "kleine Wildnis von nebenan", die Klein-Winternheimer Ausgleichsfläche "Am Wingertsweg", um die sich die "Lokale Agenda" seit 2008 kümmert. Seit einiger Zeit zupfen vermutlich Vögel einzelne Brutröhren für Bienen auf der Suche nach Futter aus dem Bienenhotel und an einem massiven Holzblock mit Brutröhren sieht man den Versuche (eines Spechts?) eine Röhre aufzuhacken. Wir spannen ein blaues Netz über das Bienenhotel, blau soll von Vögeln besonders gut wahrgenommen werden, wir sind gespannt, ob die Sperre funktioniert.

Dann versuchen wir immer wieder den Artenreichtum der Fläche zu steigern, diesmal mit dem Auspflanzen von etwa 60 einheimischen Wildpflanzen ("gebietsangepasste Sorten"), die wir als sogenannte "Kleintopfstauden" von einer renommierten Wildpflanzen-Gärtnerei erworben haben. Darunter sind so wohlkingende und für viele Insekten wichtige Pflanzen wie der "Teufelsabbiss" und viele andere. Wir sind gespannt, wer von den "Neuen" sich durchsetzen kann.  Beispiel für ein erfolgreiches Ansiedeln ist zum Beispiel die Schlüsselblume, die wir vor Jahren auf die Fläche gebracht haben und die sich sehr gut eingelebt hat (die gelb blühende Pflanze auf dem vorletzten Bild). Beim Graben sehen wir: Überall sind Regenwürmer unterwegs. Das ist ein gutes Zeichen für den Zustand der Ausgleichsfläche.


23. April 2024

Der wilde Apfel blüht !

Das ist einer der Momente und Anblicke, auf den wir von der Lokalen Agenda Klein-Winternheim uns jedes Jahr freuen: Die Blüte des wilden Apfelbaums mit seinen herrlich geformten rot-weißen Blätter-Wundern auf der "Ausgleichsfläche Am Wingertsweg" in unserem Dorf. Zwar ist es in diesen Tagen eiskalt, dem Baum scheint das egal zu sein, er zeigt uns unbeeindruckt von den Temperaturen seine Pracht.


15. Mai 2024

Die kleinen Drachen sind wieder da

Die seltenen und streng geschützten Zauneidechsen kommen wieder aus ihren Winterquartieren und suchen Sonne an windgeschützten Stellen, eine Chance die scheuen Tiere mal zu sehen, die sich sonst gerne versteckt halten. Bei uns, auf der Klein-Winternheimer Ausgleichsfläche "Am Wingertsweg"  ist da einiges los. Dieses Jahr hat der Agenda-Fotograf Bodo Witzke bereits ungewöhnlich viele der Tiere sehen und fotografieren können, fast ein Dutzend: "Das verspricht ein richtiger Drachen-Sommer zu werden," sagt Witzke, "üblicherweise ist man froh, wenn man bei mehreren Versuchen ein Tier vor die Linse bekommt, sie leben so versteckt." Dabei haben Untersuchungen in früheren Jahren bereits ergeben, dass die Ausgleichsfläche ein "Hotspot" für Zauneidechsen ist. Bis auf eine der von Bodo Witzke fotografierten Zauneidechsen sind übrigens alle Männchen, erkennbar an der grünen Farbe, die im Frühjahr besonders intensiv wird. Die Weibchen sind erdfarben und deshalb schwerer zu erkennen. Sie  tauchen auch erst zwei bis drei Wochen nach den Männchen aus dem Winterschlaf auf.

Und was sagt der Fachmann? Der Biologe Ralf Thiele vom Büro Viriditas war inzwischen auch auf der Fläche unterwegs, hat sich "nur" die Echsenhügel angeschaut, nicht die Steinhaufen und Vegetationsränder, und konnte doch mit geschultem Blick "insgesamt 20 Zauneidechsen nachweisen (10 adulte Männchen, 6 adulte Weibchen, 4 vorjährige Tiere)." Er liefert zwei Aufnahmen von Zauneidechsen-Paaren dazu, die am Ende der Fotoserie zu sehen sind, und erhöht damit den fotografisch dokumentierten Anteil der Weibchen deutlich. Biologen gehen übrigens davon aus, dass die auch von einem Profi bei einer Sichtung entdeckten Zauneidechsen nur jeweils einen Bruchteil der dort tatsächlich lebenden Tier darstellt, man kann nach üblichen Erfahrungswerten bei den Sichtungen von mindestens 100 Zauneidechsen auf der Ausgleichsfläche ausgehen, eine beeindruckende Zahl.

Die aktuellen Pflegearbeiten der Lokalen Agenda kommentierte Thiele so: "Die kleinflächigen Mäharbeiten an den Objekten sind optimal. Sie gewährleisten gute Deckung für die Tiere und gleichzeitig ausreichend Sonnenstrukturen und Eiablagemöglichkeiten."



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