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"Bunt und fröhlich" statt "traurig und trist" –

oder: Wie man einen RANDSTREIFEN zum BLÜHEN bringt!


"Da muss man was machen", sagte sich Reinhard Kleinschmitt, als er den traurigen und tristen Randstreifen neben der Haybachhalle in Klein-Winternheim sah, an dem jeden Werktag die Kindergartenkinder von St. Franziskus vorbei gehen.

"Die Kinder sollen mehr Natur sehen und für die Insekten ist es auch gut!" Reinhard hatte sich entschieden, den Randstreifen in eine kleine Wiese zu verwandeln, in Zusammenarbeit mit der LOKALEN AGENDA und der Ortsgemeinde, der das Stück Land gehört.

Gleichzeitig sollte es ein Zeichen gegen die vielen naturfeindlichen Schottergärten sein und andere Mitbürger anregen, genauso wie er öffentliche Randstreifen etc. quasi zu "adoptieren" und in kleine Natur-Oasen zu verwandeln.

Wenn Sie Fragen dazu haben oder Unterstützung bei ähnlichen Vorhaben brauchen, melden Sie sich einfach.


Und das sind aktuell die Fotogeschichten auf unserer "Blühstreifen-Seite" ...

...  die Sie hintereinanderweg beim Runterscrollen lesen können, oder zu denen Sie mit einem Mausklick springen können. Im Moment besonders zu empfehlen die große und aktuelle Fotoexpedition in den Randstreifen vom Mai/Juni 2020 – mit vielen Überraschungen.

 


2018 - 2019: Der Randstreifen erblüht

Kinder sollen was Schönes sehen – und Insekten was zum Naschen haben

Rettung für den Randstreifen: Bunt und fröhlich soll er werden, der traurige und triste Randstreifen aus Klein-Winternheim, neben der Haybachhalle gelegen, da wo die Kinder auf ihrem Weg zum katholischen Kindergarten vorbeigehen. "Das kann so nicht bleiben. Kinder brauchen Natur und die Natur braucht mehr Platz," findet ein tatkräftiger Bürger und startet in Kooperation mit der LOKALEN AGENDA und der Ortsgemeinde sein Projekt "Blühstreifen".

Ende 2018 legte Reinhard Kleinschmitt los, für die Kinder und für die Natur, damit es dann 2019 zum ersten mal hier Blühen kann.


Februar 2020: "Gaadezwerch for Future"

Neue internationale Öko-Bewegung in Klein-Winternheim gegründet

Eine Aktion gegen die Verschotterung der Vorgärten und für mehr Wiese in Gärten und auf Randstreifen startet der Naturfreund Reinhard Kleinschmitt zusammen mit anderen unter dem Slogan "Gartenzwerge for Future" - oder im besten Rheinhessisch "Gaadezwerch for Future".

So glückt derAuftritt einer neuen internationalen Öko-Bewegung in Klein-Winterheim im Rahmen des diesjährigen Fastnachtsumzuges. Aber damit nicht genug, weitere Highlights für eine bessere Welt sind unübersehbar in dem Zug mitmarschiert. Die Bilder eines ungewöhnlichen Tages mit der Aufforderung, die Natur nicht zu vergessen:


März 2020: Der nächste Schritt

Lasst uns ein Apfelbäumchen pflanzen ...

Eigentlich sollten die Kindergartenkinder mit dabei sein und zusammen mit Reinhard ein Apfelbäumchen auf dem Randstreifen pflanzen, der neben der Haybachhalle in Klein-Winternheim zu ihrem Kindergarten führt. Diesen ehemals tristen Randstreifen hatte Reinhard Kleinschmitt im letzten Jahr wunderbar zum Blühen gebracht, damit die Kinder auf ihrem Weg etwas Natur sehen können. Die aktuelle Corona-Krise hat das gemeinsame Pflanzen von Reinhard und den Kindergartenkindern verhindert, aber der schon gekaufte kleine Baum musste in die Erde. "Irgendwann," sagt Reinhard, "kommen die Kinder wieder und wir können uns gemeinsam etwas bunte Natur anschauen." Darauf freut er sich. "Und", fährt er fort, "was gibt es Besseres, als in einer Krise einen Apfelbaum zu pflanzen?!" Weitere Anhänger hat seine Idee des Begrünens öffentlicher Flächen übrigens schon gefunden: Neben dem Spielplatz am Weltersborn lassen Anlieger eine neue Fläche entstehen (siehe Fotos).


April / Mai 2020 - Vandalismus am Randstreifen

Abgeknickt und abgerissen ...

Wenige Wochen später zeigt sich der Randstreifen an der Haybachhalle als "Grünstreifen". Der kleine Apfelbaum hat kräftige grüne Blätter entwickelt, ist gut angewachsen. Kräftige Blätter sind hier und da zu sehen und sogar schon erste Blüten sind zu entdecken.

... und nur wenige Tage später dann dass: Der kleine Apfelbaum ist in der Mitte durchgebrochen worden und seine Spitze ist weg. "Wer macht so etwas?", fragt sich Reinhard Kleinschmitt. Gar nicht so leicht, ein Stückchen Natur ins Dorf zurück zu bringen, zumal noch mehr passiert ist: Vor einem Monat hat jemand den fachgerecht auf 7 cm Höhe gemähten Wiesenstreifen einfach radikal runter bis zum Boden abgemäht und an einem Ende des Streifens hat jemand irgendeine Abfallsubstanz hingekippt, die das Wachsen von Pflanzen verhindert. Aber das Apfelbäumchen hat noch einige kräftige Seitentriebe. Kleinschmitt will weiter machen und die Ortsgemeinde hat die volle Unterstützung zugesagt ...

... etwa eine Woche später schlägen die Natur-Vandalen wieder zu: Sie knicken alle Triebe des Apfelbäumchens ab. Was für ein asoziales Tun !! Hat vielleicht jemand was gesehen? Gibt es zweckdienliche Hinweise? Einfach hier melden.


Mai / Juni 2020 – die große Foto-Expedition

Unser Randstreifen lebt !!

 Im Mai wird es immer grüner und dann immer bunter auf dem Randstreifens neben der Haybachhalle. Die ersten Insekten tauchen auf und sie werden Richtung Sommer immer zahlreicher.

Immer wieder im Mai und im Juni kommen wir mit der Kamera vorbei und schauen nach, was da passiert. Unsere Entdeckungen vom überraschend bunten Leben auf dem ehemals tristen Streifen:

(Am PC am besten auf das erste Blid klicken, das gross wird. Dann sich durch Drücken der rechten Pfeiltaste durch die Serie klicken.)


Vielen Dank an Rainer Michalski vom NABU Rheinhessen, der mit viel Expertise bei der Insektenbestimmung geholfen hat.

c. 2020  Bodo Witzke (Lokale Agenda Klein-Winternheim)


Juli 2020 – Das Video-Interview

Warum, wieso und weshalb? Reinhard Kleinschmitt und "sein" Blühstreifen

Wir wollen wissen, wer das ist, der hier zwischen Haybachhalle und Kindergarten einen ehemals tristen Randstreifen zum bunten und fröhlichen Blühstreifen gemacht hat. Wir treffen Reinhard Kleinschmitt in seinem Garten, der natürlich ein Naturgarten ist. Früher war hier ein Rübenacker, bevor der Naturliebhaber Kleinschmitt sich vor über 30 Jahren entschloß, ihn in eine Natur-Oase zu verwandeln. Als Kind war er immer draußen, sieht über die Jahrzehnte, wie die Natur weniger wird, fragt sich, was das mit den heutigen Kindern macht. Das Video-Interview:


September 2021

Artikel zur Begrünung des "Klein-Winternheimer Randstreifens" in NABU-Mitglieder-Zeitschrift

Unter der Überschrift "'Bunt und fröhlich' statt 'traurig und trist' – Oder: Wie man einen Randstreifen zum Blühen bringt", hat das NABUlletin, die Mitgliederzeitschrift des NABU Mainz und Umgebung, einen Artikel zur Renaturierung des Randstreifens an der Klein-Winternheimer Haybachhalle durch Reinhard Kleinschmitt (in Zusammenarbeit mit der Lokalen Agenda und der Ortsgemeinde) gedruckt. Wir freuen uns über die Anerkennung, die das bedeutet.




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Arbeitskreis Natur und Umwelt
Lokale Agenda 21, Klein-Winternheim
c/o Dr. Irene Wellershoff
An der Bordwiese 6
55270 Klein-Winternheim
Tel.: 06136-85421
E-Mail: LokaleAgendaKleinWinternheim@remove-this.t-online.de

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