Familie-Abraham-Platz am Bahnhof

Die Ortsgemeinde Klein-Winternheim hat auf Beschluss des Gemeinderats den Bahnhofsvorplatz in Familie-Abraham-Platz benannt.

Hier lebte früher die Familie Abraham. Während der Novemberpogrome am 9./10. November 1938 verwüsteten Nationalsozialisten ihr Wohn- und Geschäftshaus. Sie enteigneten die jüdische Familie und zwangen sie zur Flucht ins Exil. Zum Gedenken an dieses Unrecht und alle Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft widmet die Ortsgemeinde Klein-Winternheim der Familie diesen Platz und erinnert mit einem Gedenkstein an das Schicksal unserer jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Wegen der Corona-Pandemie müssen wir eine geplante öffentliche Veranstaltung zur Einweihung des Platzes leider verschieben. Wir werden dies zu einem späteren Zeitpunkt nachholen. Der Gedenkstein weist aber schon jetzt auf das Geschehen von 1938 hin und nennt die Namen derer, die einst in unserer Gemeinde lebten, bis sie geächtet, verfolgt und ausgeplündert wurden und nur die Flucht sie vor dem Tod bewahrte.

Wenn Ihr Weg Sie nun zum neuen Familie-Abraham-Platz am Bahnhof führt, so können Sie selbst dieses Gedenken teilen.

Dazu laden wir Sie herzlich ein.

Ortsbürgermeisterin Ute Granold

Die Broschüre „Geächtet, geplündert, geflohen - Das Schicksal der Familie Abraham aus Klein-Winternheim und Ober-Olm“ können Sie hier als PDF herunterladen.

Dateien:
Fam_Abraham.pdf1,64 Mi