Beiträge zum Stichwort »Am Wingertsweg«

Dienstag, 03. Juli 2018

Samenspenden auf der Ausgleichsfläche

Über der Ausgleichsfläche "Am Wingertsweg" kreist ein neugieriger Rotmilan und schaut, was sich unten auf dem Boden wieder tut.  

Am Bienenhotel und an der Infotafel  ist nichts Besonderes los ... aber von rechts ist Motorengeräusch zu hören ...

Biologe Hartmann mäht die Stellen, an denen Erde und Sand für den Bau der Eidechsenhügel Anfangs des Jahres gelagert wurden. Auf Grund des regenarmen Sommers haben sich noch nicht alle Stellen wieder mit Vegetation bedeckt.

Eigentlich kein Problem, manche Wildbienen schätzen genau solche offenen Stellen. Aber der Biologe will sicher gehen, dass die Wiese an allen Stellen trotz der trockenen Sommerzeit so schnell wie möglich wieder die alte Wiese wird ...

Der zweite Schritt: An artenreichen Stellen der Wiese setzt er den Freischneider an und mäht einige Gassen ins Gelände.

Der Zweck der Übung? Samengewinnung! Viele Pflanzen haben ihre Samen bereits gebildet, bei den meisten anderen gemähten Pflanzen wird der Samen noch nachreifen.

Das Mähgut mit dem artenreichen Samen wird zu den Stellen gebracht, an denen der Boden noch nicht von Pflanzen bedeckt ist.

... und dort gibt es dann eine "Samenexplosion", die den Boden gleichmäßig mit dem wertvollen samenspendenden Grün bedecken soll.

Noch ein bißchen hin und her verteilt, dann  übernimmt wieder Mutter Natur.

Und wir freuen uns auf das, was hier im nächsten Jahr wachsen und blühen wird.

Und was ist mit den Zauneidechsen aus dem neuen Klein-Winternheimer Baugebiet "An der Bordwiese"? Mit den Zauneidechsen, die auf die Ausgleichsfläche ausgesiedelt werden sollten? Die Fangzeit nähert sich dem Ende, der Hausbau soll "An der Bordwiese" beginnen - und die Biologe werden die Ergebnisse ihrer Arbeit schon bald in einem Bericht dokumentieren. Wir sind gespannt, wieviele Echsen auf der Ausgleichsfläche zugezogen sind und berichten weiter.

Den ganzen Bericht zum Umzug der Zauneidechsen von Anfang an finden Sie hier.

Alle Fotos der Ausgleichsfläche von diesem Jahr (inklusive der Infos zum Umzug der Zauneidechsen) finden Sie hier.

Alle Infos zur Ausgleichsfläche "Am Wingertsweg" finden Sie hier.

 

 

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Montag, 11. Juni 2018

Uralte Heilpflanze und ein seltener Schmetterling: Neue Bilder der Ausgleichsfläche ...

.. immer wieder ergänzen wir die aktuellen Bilder der Ausgleichsfläche AM WINGERTSWEG. Die Bilder von 2018 finden Sie hier, vom Januar bis in den Juni.

(Wenn Sie generell erstmal lesen wollen, was die Ausgleichsfläche AM WINGERTSWEG ist, bitte hier klicken.) 

Aktuell tauchen die seltenen Esparsetten-Widderchen wieder auf und wir haben zum erstenmal eine uralte und wunderschöne Heilpflanze auf der Fläche entdeckt, die ECHTE BETONIE auch HEIL-ZIEST genannt. Klicken Sie sich einfach zur Jahresfotoseite 2018, wenn Sie mehr sehen wollen., z.B. den neuen selten Schmetterling und die schicken Heupferde, die es dieses Jahr besonders häufig zu geben scheint.

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Donnerstag, 19. April 2018

Nachts auf der Ausgleichsfläche: Gartenschläfer

 ... und da kommt der nachtaktive Gartenschläfer aus seinem Bau, mal gucken, kurz nach Mitternacht. Trotz seines Namens lebt er übrigens am liebsten im Wald oder in Buschgebieten. 

 

Der Bestand des Gartenschläfers in Deutschland ist stabil, allerdings ist seine Zahl in den letzten Jahrzehnten weltweit und auch in Europa dramatisch gesunken. Die  Bundesregierung hat deshalb erklärt, dass Deutschland eine besondere Verantwortung für den Erhalt dieser Art hat. ("Nationale Verantwortungsart")

Wir freuen uns, dass der kleine Kerl bei uns in einen Gras- und Asthaufen eingezogen ist.

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Mittwoch, 18. April 2018

Nachts auf der Ausgleichsfläche: Rehbock

Seit Jahr und Tag betreut die LOKALE AGENDA die Ausgleichsfläche "Am Wingertsweg" ... und hat jetzt den Fotobeweis, dass auch nachts hier einiges los ist: z.B. ein Rehbock kommt vorbei, wirft einen Blick Richtung Fotofalle und geht dann entspannt weiter. Wir wünschen einen guten Aufenthalt.

 

 

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Freitag, 13. April 2018

Die Vorbereitung zum Fang der Zauneidechsen

Während Teile der Ausgleichsfläche "Am Wingertsweg"  für den noch kommenden Umzug der Zauneidechsen vorbereitet werden, wird im neuen Baugebiet "An der Bordwiese" der Fang der dort noch lebenden streng geschützten Tiere vorbereitet. 

Die meisten Zauneidechsen wurden in der Pferdekoppel gesehen, die einen großen Teil des neuen Baugebietes ausmacht. Biologe Hartmann ist mit dem Rasenmäher unterwegs. Er mäht einige Wege in die struppige Wiese.

Das Mähen ist für die hier lebenden Tiere kein Risiko, auch wenn sie schon aus dem Winterschlaf erwacht sein sollten. Die Erschütterungen des Mähens, die von dr Grasdecke übertragen werden, warnen sie und die Tiere können abhauen, bevor der Mäher bei ihnen ist.

Über die Wege wird sich später der Fänger auf der Wiese bewegen können, ohne dass die vorher dort vorhandene dicke Grasdecke die Erschütterungen seines Gehens weiter geben könnte und so die Echsen gewarnt sind.

Und dann kommt noch was, es werden sogenannte "Attraktionspunkte" gesetzt. Das sind ganz praktisch Holzstücke, etwas höher als die Grasnabe, genau das, was Zauneidechsen suchen, wenn sie sich zum Aufwärmen in die Sonne legen wollen.

Hier sollen dann die scheuen Zauneidechsen gefangen werden. Wann? Das entscheidet das Wetter und das entscheiden die Echsen selbst. Erstmal heißt es warten. Die nächsten Tage ist es noch zu kalt, als dass man mit ihnen rechnen könnte. Aber es ist alles vorbereitet.

Irgendwo hier sind sie, die Zauneidechsen. Wieviel es sind, das weiss noch keiner.

 

Die komplette Chronologie des Zauneidechsenumzuges mit dem, was bisher passiert ist und ein paar Infos finden Sie hier.

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Donnerstag, 29. März 2018

Das Wildbienen-Treiben auf der Ausgleichsfläche

Kurz vor Ostern blühen noch keine Bäume auf der Ausgleichsfläche "Am Wingertsweg", wie die Vogelkirsche, die letzten Kälteeinbrüche haben die Vegetation etwas zurückgeworfen. Allerdings ist es inzwischen wieder warm genug, dass die Wildbienen am Bienenhotel fleißig brummen.

Alle Fotos  der Ausgleichsfläche aus dem Jahr 2018

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Donnerstag, 15. März 2018

Rebhuhn auf der Ausgleichsfläche Am Wingertsweg

Das in Europa streng geschützte Rebhuhn schaut auf der Ausgleichsfläche vorbei. Ein toller Moment, wenn man bedenkt, dass der Bestand des Rebhuhns im Rhein-Main-Gebiet in den letzten Jahrzehnten um mindestens 90 % zurückgegangen ist, europaweit sogar noch stärker. Ein Beleg für die ökologische Bedeutung solcher Flächen, betont die Agenda-Vorsitzende Dr. Irene Wellershoff.

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Donnerstag, 01. Februar 2018

Reportage: Der Umzug der Zauneidechsen

1. Februar 2018

Ortstermin auf der Ausgleichsfläche "Am Wingertsweg". Hierhin sollen die streng geschützten Zauneidechsen im Laufe der nächsten Monate umgesiedelt werden, die im neuen Baugebiet "An der Bordwiese" gefunden wurden. Es sind Leute auf der Fläche unterwegs ...

 

... die eigenartige Antennen und rote Stäbe mit sich führen.

Auch dabei, Dr. Irene Wellershoff von der LOKALEN AGENDA Klein-Winternheim ...

 ... im Gespräch mit dem Biologen Thomas Merz, der mit seinen Mitarbeitern die Umsiedlung der Echsen vornehmen soll; auf dem Rücken trägt Merz eine GPS-Antenne, die auf dem Display anzeigt, wo die 3000 qm genau hinkommen sollen, die auf der 1,4 Hektar großen Fläche für die Umzügler am besten geeignet sind, u.a. von der Feuchtigkeit und Vegetation her.

 Die bunten Stäbe, die sie in den Boden rammen, zeigen, wo ein Amphibien-Zaun geplant ist (damit die Echsen nicht einfach an ihren alten Wohnort zurückkehren), wo Hügel für die artgerechte Haltung aufgeschüttet werden sollen (zum Sonnen für die Kaltblütler in den wärmeren Jahreszeiten und zum Höhlenbauen im Winter).

 

Damit alles optimal abgestimmt wird, ist Ortsbürgermeiserin Ute Granold auf die Fläche gekommen, auch Ratsmitglied Jürgen Fleischmann und Jörg Raudszus von der Verbandsgemeinde sind da.

 

Es geht um Zeitpläne, die Chance Arbeiten in Eigenleistung zu erledigen, um Kosten zu sparen.

Es geht darum, wie die Fläche langfristig aufgewertet werden kann und  bei den Arbeiten keinen Schaden nimmt.

Die Fläche, so der Biologe, sei in einem ausgezeichneten Zustand, "sehr gut entwickelt." Die müsse schonend behandelt werden. Er hofft auf Frost, damit die Baugeräte, die bei der Umgestaltung der neuen Echsenwohnstätte zum Einsatz kommen, den Boden nicht unnötig verdichten.

Merz zeigt Bilder früherer Fangaktionen aus anderen Orten in Rheinhessen. Hier ein Zauneidechsen-Weibchen, das kaum sichtbar unter einem Busch gesessen hatte, von wo es ein Spezialist mit einer Schlinge eingefangen hat, ohne das Tier zu schädigen. Eine hohe Kunst.

 

 

Die Planungen beweisen jahrelange Erfahrung im Umgang mit den geschützten Tieren. Keine Frage, jeder will tun, was die Gesetze zum Artenschutz - aus gutem Grund - fordern. Und dazu kommt,  meint Merz , "dass diese Echsen auch einfach toll aussehen, die muss man mögen."

Nach dem Ende des Winterschlafes der Tiere kann es losgehen mit der Umsiedlung, vor der Eiablage sollte sie abgeschlossen sein. Wir werden weiter berichten ...

 

 

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Mittwoch, 31. Januar 2018

Seltene Tiere müssen geschützt werden: Zauneidechsen in Klein-Winternheim

Bei der vorgeschriebenen artenschutzrechtlichen Prüfung des neuen Klein-Winternheimer Baugebietes "An der Bordwiese" sind besonders seltene und nach Europarecht geschützte Zauneidechsen gefunden worden, die jetzt eine neue Heimat brauchen.

Zuerst einmal freuen wir von der LOKALEN AGENDA uns, wenn in Zeiten eines leider allzu gut dokumentierten Artensterbens entdeckt wird, dass besonders gefährdete Arten doch noch Nischen zum Überleben gefunden haben, und das bei uns! Schon vor Jahren hatten wir Zauneidechsen in der unmittelbaren Nähe des heutigen Bau-gebietes fotografieren können, offensichtlich sind die dortigen Habitatbedingungen in der z.T. kleinteiligen Landschaft an der Bordwiese ausgesprochen günstig für sie.

Nach Schätzung der Fachleute können in dem neu geplanten Baugebiet mehr als 20 Zauneidechsen leben, die umgesiedelt werden müssen – wenn gebaut werden soll. Deshalb hat der Gemeinderat alle nötigen Schritte für diese Umsiedlung beschlossen. Zur Zeit wird geplant, die Zauneidechsen in Abstimmung mit der LOKALEN AGENDA auf der Ausgleichsfläche "Am Wingertsweg" anzusiedeln.

Für die Umsiedlung sind aufwändige Arbeiten nötig, weitere Fachgutachten, schonender Fang der vorsichtigen und flinken Tiere, punktuelle Umstruk-turierungsmaßnamen auf circa 3000 qm der Ausgleichsfläche, um artgerechte Lebensbedingungen zu schaffen. Aktuell werden die Kosten für die verschiedenen Maßnahmen zusammen auf circa 50.000 Euro geschätzt. Das ist viel Geld, aber wir meinen, man sollteo die Summe ins Verhältnis zu den Millionen-Investitionen setzen, die ein Baugebiet mit bis zu 30 Bauplätzen darstellt, dann kommt man auf einen Prozentsatz im niedrigen einstelligen Bereich. Vielleicht doch nicht zu viel in einer Region, in der einige Tierarten schon weitgehend verschwunden sind, wie der Feldhamster, einige Fledermausarten, diverse Pflanzen. So soll es den Zauneidechsen nicht ergehen, für die wir in unserem Landstrich eine besondere Verantwortung haben.

Wir werden Sie weiter informieren,

Ihre LOKALE AGENDA von Klein-Winternheim

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Samstag, 27. Januar 2018

Pflegeaktion & neue Nistmöglichkeiten auf der Ausgleichsfläche "Am Wingertsweg"

Brombeeren sind tolle Pflanzen, gute Futterquellen für Insekten, bieten Schutz für andere Tiere - trotzdem gehört es zu den Pflegearbeiten, sie immer wieder zurückzuschneiden. Im Januar ist es wieder so weit.

Und die beiden Pferde von Nachbargrundstück schauen verwundert, was die Menschen da wieder so treiben ...

Noch am letzten Tag des letzten Jahres 2017 hatten wir wir noch einige Nistkästen und einen Eichhörnchen-Kobel  angebracht, um die Fläche wieder  ökologisch wertvoller zu machen ...

 

 

 

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