Aktuelle Hinweise

Mittwoch, 01. August 2018

Die Ausgleichfläche Ende Juli 2018

Hier lesen Sie den neuesten Eintrag zur Ausgleichfläche "Am Wingertsweg". Wenn Sie erstmal wissen wollen, was die Ausgleichfläche ist, klicken Sie bitte hier. Wenn Sie alle Bilder und Infos aus dem Jahr 2018 haben wollen, klicken Sie bitte hier.

Und hier jetzt der aktuelleste Beitrag: 

Die trockene Hitzewelle beherrscht Deutschland, Bauern fordern bereits jetzt Milliardenausgleich für erwartete Ernteeinbußen.  

Die Brombeeren sind noch weitgehend unbeeindruckt von der Hitze, sie haben angefangen Wiesengebiete zu erobern, gleich neben dem eingezäunten Buschgebiet.

 

Und noch an weiteren Stellen schicken die Brombeeren Ranken über den Zaun, um die Wiese zu erobern.

Ein erster Schritt, sie auch hier ao wie bereits an den überwachsenen Steinhaufen neben dem asphaltierten Wirtschaftsweg dauerhaft zurückzudrängen.

Die Kirsche neben dem Bienenhotel hält sich wacker - dank regelmäßiger Wässerung, wie sie mehr als 8 Bäume bekommen.

Die obere im letzten Herbst neu gepflanzte Mehlbeere sieht weiter traurig aus.

... aber wenn man genau hinschaut, sieht man erste neue grüne Blätter. wir sind gespannt, drücken ihr die Daumen, und versprechen, weitere Wasserkanister bei ihr abzuladen.

Die Tigerspinne liebt die Hitze. Ursprünglich war sie als eher mediterranes Wesen in unserer Region selten. Durch die Temperaturentwicklung ist sie heute deutlich stärker verbreitet als früher.

An den drei, vier Stellen, an denen das Orientalische Zackenschötchen (ein invasiver Neophyt) bereits auf der Ausgleichsfläche Fuß gefaßt hatte, schickt sie immer wieder neue Triebe ins Rennen, obwohl wir hier fast täglich seit Mai die neuen Keimlinge ausstechen.

 

Wurzelstücke wie diese, die im Boden verblieben sind, entwickeln explosionsartig neue Pflanzen. Das wird uns noch einige Zeit beschäftigt halten.

Hinter dem Zauneidechsen-Schutzzaun (der eingegrabenen und aufgespannten Plastikplane) leben inzwischen die umgesiedelten Zauneidechsen aus dem neuen Baugebiet "An der Bordwiese" - und sollen zT schon dabei sein, Junge zu bekommen.

Den zaun lieben die Grashüpfer, die von hier gerne ihr Zirpen erschallen lassen.

Der wunderbare und wohlgeformte  Wiesensalbei stattet der Wiese zu unserer Freude einen Besuch ab.

... und wir staunen, wieviel Leben auch eine relativ kleine Fläche an Leben entwickelt - trotz Hitzewelle - wenn man die Natur auch Natur sein läßt.

 

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Dienstag, 03. Juli 2018

Samenspenden auf der Ausgleichsfläche

Über der Ausgleichsfläche "Am Wingertsweg" kreist ein neugieriger Rotmilan und schaut, was sich unten auf dem Boden wieder tut.  

Am Bienenhotel und an der Infotafel  ist nichts Besonderes los ... aber von rechts ist Motorengeräusch zu hören ...

Biologe Hartmann mäht die Stellen, an denen Erde und Sand für den Bau der Eidechsenhügel Anfangs des Jahres gelagert wurden. Auf Grund des regenarmen Sommers haben sich noch nicht alle Stellen wieder mit Vegetation bedeckt.

Eigentlich kein Problem, manche Wildbienen schätzen genau solche offenen Stellen. Aber der Biologe will sicher gehen, dass die Wiese an allen Stellen trotz der trockenen Sommerzeit so schnell wie möglich wieder die alte Wiese wird ...

Der zweite Schritt: An artenreichen Stellen der Wiese setzt er den Freischneider an und mäht einige Gassen ins Gelände.

Der Zweck der Übung? Samengewinnung! Viele Pflanzen haben ihre Samen bereits gebildet, bei den meisten anderen gemähten Pflanzen wird der Samen noch nachreifen.

Das Mähgut mit dem artenreichen Samen wird zu den Stellen gebracht, an denen der Boden noch nicht von Pflanzen bedeckt ist.

... und dort gibt es dann eine "Samenexplosion", die den Boden gleichmäßig mit dem wertvollen samenspendenden Grün bedecken soll.

Noch ein bißchen hin und her verteilt, dann  übernimmt wieder Mutter Natur.

Und wir freuen uns auf das, was hier im nächsten Jahr wachsen und blühen wird.

Und was ist mit den Zauneidechsen aus dem neuen Klein-Winternheimer Baugebiet "An der Bordwiese"? Mit den Zauneidechsen, die auf die Ausgleichsfläche ausgesiedelt werden sollten? Die Fangzeit nähert sich dem Ende, der Hausbau soll "An der Bordwiese" beginnen - und die Biologe werden die Ergebnisse ihrer Arbeit schon bald in einem Bericht dokumentieren. Wir sind gespannt, wieviele Echsen auf der Ausgleichsfläche zugezogen sind und berichten weiter.

Den ganzen Bericht zum Umzug der Zauneidechsen von Anfang an finden Sie hier.

Alle Fotos der Ausgleichsfläche von diesem Jahr (inklusive der Infos zum Umzug der Zauneidechsen) finden Sie hier.

Alle Infos zur Ausgleichsfläche "Am Wingertsweg" finden Sie hier.

 

 

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Montag, 11. Juni 2018

Uralte Heilpflanze und ein seltener Schmetterling: Neue Bilder der Ausgleichsfläche ...

.. immer wieder ergänzen wir die aktuellen Bilder der Ausgleichsfläche AM WINGERTSWEG. Die Bilder von 2018 finden Sie hier, vom Januar bis in den Juni.

(Wenn Sie generell erstmal lesen wollen, was die Ausgleichsfläche AM WINGERTSWEG ist, bitte hier klicken.) 

Aktuell tauchen die seltenen Esparsetten-Widderchen wieder auf und wir haben zum erstenmal eine uralte und wunderschöne Heilpflanze auf der Fläche entdeckt, die ECHTE BETONIE auch HEIL-ZIEST genannt. Klicken Sie sich einfach zur Jahresfotoseite 2018, wenn Sie mehr sehen wollen., z.B. den neuen selten Schmetterling und die schicken Heupferde, die es dieses Jahr besonders häufig zu geben scheint.

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Dienstag, 05. Juni 2018

Neue Bilder der Ausgleichsfläche ...

Es gibt wieder ein paar neue Bilder zu Blumen, Schmetterlingen und Bäumen auf der Jahres-Fotoseite unserer Ausgleichsfläche "Am Wingertsweg" zu sehen. Einfach die Fotoseite hier aufrufen und dort nach unten gehen, dann kommen Sie zu den neuen Bildern. Viel Vergnügen!

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Freitag, 25. Mai 2018

Neue Bewohner für die Ausgleichsfläche

In Klein-Winternheim werden streng geschützte Zauneidechsen von einem  neuen Baugebiet auf die Ausgleichsfläche "Am Wingertsweg" umgesiedelt. 

Die komplette Chronologie der Ereignisse mit den notwendigen Infos  lesen Sie hier - mit Erklärungen, warum sich die Ausgleichsfläche so verändert hat, wie sie sich verändert hat, bis hin zum aktuellen Stand. 

Wenn Sie nur schnell gucken wollen, was als letztes mit den Zauneidechsen in Klein-Winternheim geschah, dann lesen Sie einfach hier weiter:

 

Über die Ausgleichsfläche läuft ein Mann mit Eimer, der Biologe Ralf Thiele. Er kommt gerade von dem geplanten Baugebiet "An der Bordwiese".

Zielstrebig geht er zu einem der neu geschaffenen Hügel, die Heimat für die streng geschützten Zauneidechsen werden sollen, die im neuen Baugebiet keine Zukunft haben und nach EU-Recht umgesiedelt werden müssen.

Dann fotografiert er, was er im Eimer mitgebracht hat.

Es ist eine  Zauneidechsen-Dame, die schaut, wie hoch die Wände ihres merkwürdigen Gefängnisses sind.

Die Färbung zeigt, dass es ein junges Tier ist.

 

Thiele, der als Zauneidechsenfänger seit 2006 unterwegs ist, hat sie im Baugebiet erspäht. An heißen Tagen wie diesen, sind die Echsen besonders flink ...

... er hat sie trotzdem erwischt.

Und jetzt geht es auf den Hügel, in das neue, attraktive Eigenheim.

 

Sekunden später ist die Dame verschwunden.

Und Thiele? Den kann man immer wieder im zukünftigen Baugebiet "An der Bordwiese" antreffen.

Dort geht er dann auf seine einsame Pirsch , wobei er ungestört sein will, weil die Eidechsen so verdammt schnell sind, besonders an den heißen Tagen.

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Freitag, 18. Mai 2018

Natur im Dorf - mal ganz konkret!

Am frühen Abend in der Gastwirtschaft "Die Linde" in Klein-Winternheim. Es geht um das Verschwinden von Natur. Oder genauer: Was man dagegen machen kann, pragmatisch, lösungsorientiert. Der Referent hat sich umgeschaut, z.B auch in Landschaftsplänen und in den Bebauungsplänen unseres Ortes und hat Überraschendes zu berichten.

Gekommen ist Christian Henkes, der Vorsitzende des NABU Mainz und Umgebung, des größten Naturschutzbundes in der Region, zu dessen Wirkungsbereich auch Klein-Winternheim gehört. Bei Fragen zur Natur hat das Wort des NABU Gewicht, er muss bei bedeutenden Naturschutzangelegenheiten von Gesetzes wegen angehört werden.

Eingeladen hatte den Experten die örtliche SPD. Sie treibt die Erkenntnis um, dass es ein dramatisches Insekten- und Artensterben gibt. Deshalb die drängende Frage der beiden Gemeinderatsmitglieder Kariem El-Hileissi und Monika Hoffmann, was wir, was die Gemeinde dagegen tun können?

Henkes beginnt bei der Verantwortung und den Möglichkeiten jedes Einzelnen. Die Gärten in Deutschland sind zusammengenommen um ein Vielfaches größer als alle Naturschutzgebiete zusammen. Jede Ecke, die mit heimischen Pflanzen bepflanzt wird, statt mit Exoten, ist im Regelfall ein Gewinn. Ein aus ökologischer Sicht negatives Beispiel ist ein beliebter Exot, der Kirschlorbeer, dessen Früchte von gerade mal zwei einheimischen Vogelarten gefressen werden; bei der ökologisch ungleich wertvolleren einheimischen Vogelkirsche sind es 63 Vogelarten, die deren Früchte fressen. Es gibt Listen an Hand derer man sich auch als Naturgartenanfänger informieren kann, welche Pflanzen ökologisch günstig sind. Ökologisch wertvolle Pflanzen gibt es aber selten im Baumarkt, sondern in darauf spezialisierten Gärtnereien. Die zur Zeit modischen"Schottergärten" sind in ihren Auswirkungen zutiefst naturfeindlich.

Dann ein Blick in den "Landschaftsplan". In ihm sind unser Ort und seine Umgebung genau beschrieben. Es würden Stellen mit ausgesprochen wertvollem "Halbtrocken-Rasen" ausgewiesen, so Henkes, sehr selten und mit höchstem ökologischem Potential. Der Plan beschreibe, was wo an Maßnahmen durchgeführt werden sollte. Das wird aber nicht immer umgesetzt.

Noch spannender wird es beim Blick auf existierende Bebaungspläne aus Klein-Winternheim. In denen werden z.B. Begrünungen rechtlich bindend festgeschrieben, in der Wirklichkeit finden sie sich aber nicht immer wieder, so Christian Henkes. Ein Beispiel aus Klein-Winternheim ist die steinerne Gabionen-Lärmschutzmauer des Baugebietes "Längs der Mainzer Straße". Alle fünf Meter soll hier eigentlich eine Kletterpflanze die Wand begrünen, heimische Gebüsche sollen hier stehen, schreibt der Bebauungsplan vor. Beides wurde nicht umgesetzt. Die überraschende Erkenntnis: Es gibt offenbar für einen ersten Schritt zur ökologischen Dorfverbesserung Maßnahmen, die sogar in Bauplänen zwingend vorgeschrieben sind, man muss sie nur umsetzen. Das ist zweifellos eine Sache für den Gemeinderat.

Eine lebhafte Diskussion schließt sich an, mit Hinweis auf Flächen in unserem Ort, die wegen des Insektensterbens neu mit Wiesensamen eingesät wurden, es gibt viele praktische Fragen, wo und wie Nistkästen zu bekommen und anzubringen sind. Die LOKALE AGENDA Klein-Winternheim erinnert an den Haybach und seine wünschenswerte Renaturierung.

Es ist mehr als deutlich geworden, dass uns das Thema weiter beschäftigen muss. Und jeder kann etwas tun, jeder einzelne und unsere Gemeinde auch, angefangen mit der Umsetzung der existierenden Bebauungspläne. Eine spannende Veranstaltung.

 

 

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Donnerstag, 17. Mai 2018

Umzug der Zauneidechsen - die ersten Neubewohner sind da

Stichwort Zauneidechsen: Im zukünftigen  Baugebiet "An der Bordwiese" ist der Biologe Ralf Thiele stundenlang unterwegs, auf der Suche nach Zauneidechsen, die er auf die Ausgleichsfläche umsiedeln kann. Bei seiner schwierigen Arbeit ist er am liebsten ungestört, damit er eine Chance hat, die scheuen Tiere mit seiner Schlinge zu erwischen um sie dann ganz formlos im Eimer zu ihrem neuen Zuhause zu bringen.

Jeden Fang dokumentiert der Biologe  mit der Kamera. Auf einem neuen Infozettel, den die LOKALE AGENDA am Schild auf der Ausgleichsfläche aufgehängt hat, ist eine der ersten umgezogenen Zauneidechsen zu sehen.  (Große Version hier oder auf die Bilder klicken.)

 

 

  

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Sonntag, 22. April 2018

Nachts auf der Ausgleichsfläche: Igel

Ein Igel ist in der Nacht unterwegs ... und läßt sich mit ein bisschen Futter vor die Infrarot-Kamera locken. ... sieht nach dem Winter schon wieder gut genährt aus!

 

 

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Donnerstag, 19. April 2018

Nachts auf der Ausgleichsfläche: Gartenschläfer

 ... und da kommt der nachtaktive Gartenschläfer aus seinem Bau, mal gucken, kurz nach Mitternacht. Trotz seines Namens lebt er übrigens am liebsten im Wald oder in Buschgebieten. 

 

Der Bestand des Gartenschläfers in Deutschland ist stabil, allerdings ist seine Zahl in den letzten Jahrzehnten weltweit und auch in Europa dramatisch gesunken. Die  Bundesregierung hat deshalb erklärt, dass Deutschland eine besondere Verantwortung für den Erhalt dieser Art hat. ("Nationale Verantwortungsart")

Wir freuen uns, dass der kleine Kerl bei uns in einen Gras- und Asthaufen eingezogen ist.

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Mittwoch, 18. April 2018

Nachts auf der Ausgleichsfläche: Rehbock

Seit Jahr und Tag betreut die LOKALE AGENDA die Ausgleichsfläche "Am Wingertsweg" ... und hat jetzt den Fotobeweis, dass auch nachts hier einiges los ist: z.B. ein Rehbock kommt vorbei, wirft einen Blick Richtung Fotofalle und geht dann entspannt weiter. Wir wünschen einen guten Aufenthalt.

 

 

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