"Nach dem Ausbau ist vor dem Ausbau" - "Nicht nachlassen mit den Protesten!"

(15.6.2012/bw) Beim Fluglärmstammtisch in Klein-Winternheim trafen sich 25 engagierte Bürger im Crazy Cocktail, um neueste Informationen zum Kampf gegen den Fluglärm auszutauschen. Ute Granold (CDU), Ortsbürgermeisterin und Mitglied des Deutschen Bundestages, wies darauf hin, dass nur andauernde Bürgerproteste und Nachweise gesundheitlicher Schädigungen durch Ärzte und Wissenschaftler Verantwortliche dazu bewegen würden, das Lärmproblem der Region ernst zu nehmen und die Bevölkerung angemessen zu schützen. Leserbriefe an Zeitungen, Beschwerden z.B. bei Verletzungen des Nachtflugverbotes, sollten als Mittel des Protestes genutzt werden. Besonders die regelmäßigen Montagsdemonstrationen im Terminal 1 des Frankfurter Flughafens würden die Verantwortlichen unter Druck setzen. Teilnehmer der Runde machten sich Sorgen, dass die Anzahl der Demonstranten dort zurück gehen könnte. Am 25ten Juni werde die Montagsdemo von den Rheinhessen organisiert werden, besonders an dem Tag sollte die Region besondere Präsenz zeigen.

 

 

Insgesamt gäbe es viele „Baustellen“, an denen im Bereich der Politik der Lärmschutz voran getrieben werden müsse, von der Europäischen Ebene über Fluglärmverhandlungen mit der Schweiz bis hin zu Gesprächen mit regional Verantwortlichen. Zur Gesamtlärmbelastung von Klein-Winternheim gehöre natürlich auch der Autobahnlärm. Dass hier das Autobahntempo auf 130 kmh angehoben worden ist, belaste den Ort zusätzlich, führte Ute Granold aus.

 

 

In Bezug auf den Flughafen und die neue Landebahn sagte sie: „Nach dem Ausbau ist vor dem Ausbau“ und drückte damit die Sorge aus, dass ohne aktive Proteste den nächste Landebahn kommen werde. Uwe Unterschütz erklärte, es sei wahrscheinlich, dass sich die Fluglärmsituation in Klein-Winternheim weiter verschlechtern werde, wenn wegen der Südumfliegung mehr und schwerere Maschinen kommen werden. Schon heute könne man im Vergleich zu früher den steigenden Lärm durch startende Maschinen bemerken.

 

 

In Hessen leben viele wichtige Politiker wie der hessische Ex-Ministerpräsident Koch in Gebieten, die vom Fluglärm verschont werden. Beifall fand die Aktion, den Fluglärm mit Lautsprecherwagen dort hin zu bringen. Ute Granold äußerte den Verdacht, dass hessische Gebiete, in denen hohe Politiker lebten, gezielt zu Lasten Rhein-Hessens geschont würden.

 

 

 

Wer über weitere Anti-Fluglärm-Stammtische informiert werden will, kann mit Uwe Unterschütz über diesen Link Kontakt aufnehmen.

 

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