Die Rheinauen - ein Spaziergang in die Natur


Die Rheinauen gelten als ein "Hotspot der Artenvielfalt" und sind in der Umgebung von Mainz sicher mit die attraktivsten Orte, um Natur zu erleben. Von der "Fulder-Ilmen-Aue", über die "Sandlache" und das "Mombacher Ufer", zieht sich der Inselrhein mit seinen Naturschutzgebieten von Bingen bis nach Mainz. Südlich von Mainz, im Hessischen, begeistert das Naturschutzgebiet "Kühkopf-Knoblochsaue".

Naturschützer haben hier in der Region in den letzten Jahren Erfolge erzielt, wie die Wiederansiedlung einer größeren Storchenpopulation. Dies und vieles andere lädt zu Entdeckungen ein. Machen Sie mit uns einen Spaziergang durch die Rheinauen, mit Impressionen des Agenda-Fotografen Bodo Witzke. Viel Spaß dabei.

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Die Rheinauen zwischen Bingen und Mainz ...
... bis hin zu den Weiden der Kühkopf-Knoblochsaue.
Ein "Hotspot der Artenvielfalt" – mit Bewohnern wie Reiher & Co.
Hier darf auch der Kormoran ungestört auf Jagd gehen.
Ein freundliches Graugänse-Paar, die Vorfahren unserer Hausgänse.
Zoff bei den Schwänen ...
... vermutlich geht es um die Dame, die aber im Hintergrund bleibt.
Der Storch hat zu tun, die Jungen ...
... wollen gehegt, gepflegt und gefüttert werden.
Felder in der Nähe der Rheinauen schätzen die Graugänse durchaus – zum Äsen.
Aber schon bald geht es wieder heim ins Schutzgebiet.
Alte Eichen findet man hier, die ältsten um die 250 Jahre.
Wo viele Bäume sind haben es sich auch die Pilze gemütlich gemacht.
Unaufgeräumt ist es. Das Moos freut es. Totholz schafft viel Leben in der Wildnis.
Ab und an wird es bunt. Kastanienblüten.
Kohlweislinge an Flockenblumen dürfen nicht fehlen.
Eine gebänderte Prachtlibelle, ein kleines Schmuckstück.
Gelegentlich findet man auch impressionistische Kunstwerke in der Auen-Ausstellung.
Manchmal muß man auch einen Stein umarmen – hier tut es die "Westliche Keiljungfer".
Morgens um halb fünf im Sommer an den Rhein, es lohnt sich.
Wobei der Reiher die morgentliche Störung gar nicht gut findet.
Die aufgehende Sonne verdrängt die Reste der Nacht.
Die ersten Sonnenstrahlen treffen die Silber-Weide, einen der besonders wertvollen Bäume in den Auen.
Auf dem "Insel-Rhein" ist das Leben erwacht.
In den Auen sind die kleinen Tümpel so wichtig wie die großen Wasserflächen. Der immer noch relativ häufige Teichmolch zieht die kleinen Gewässer vor.
Die Nahaufnahmen der Amphibien von Teichmolch & Co sind übrigens nicht im Freiland entstanden, sondern in einer NABU-Ausstellung zu den Rheinauen im Naturhistorischen Museum Mainz.
Das sind die besonders geschützten – weil so seltenen – Gelbbauchunken. Von oben grau mit Warzen.
Die Gelbbauchunke ist ein typischer Bewohner von Klein-Gewässern, wie sie die im Zuge der "Auendynamik" auftreten. Das Verschwinden der Auen bedroht sie in ihrer Existenz.
Der Bauch ist gelb gefleckt, damit will die harmlose Unke Feinden Angst einjagen, wenn es darauf ankommt.
Ein Kammmolch, auch eine streng geschützte Art, darf nicht gefangen, verletzt oder getötet werden. "Es ist verboten, sie durch Aufsuchen ihrer Lebensstätten zu beunruhigen." Eine Aufnahme aus einem Aquarium des NABU.
Der Bergmolch lebt während der Paarungs- und Laichzeit in Gewässern. Danach wird er zum nachtaktiven Landtier, das Wälder und Hügel schätzt. Gibt es alles auch in den Rheinauen.
Zum Teichmolch und allen seinen Verwandten heißt es: "Die Zerstörung oder Beeinträchtigung von Kleingewässern durch Zuschüttung oder Eintrag von Müll, Dünger und Umweltgiften gefährden die Bestände."
In Deutschland leben nur etwa 20 Amphibienarten in der freien Natur – und etwa 60 Prozent dieser Amphibien sind heute vom Aussterben bedroht und auf den Roten Listen zu finden.
Ein Teichfrosch, der ist nicht gefährdet. Der Teichfrosch, so heißt es, sei "wenig anspruchsvoll und deshalb überall häufig". Immerhin.
Genau genommen ist der Teichfrosch gar keine eigene Art, er ist ein verbreiteter Hybrid aus Seefrosch und dem Kleinem Wasserfrosch. Dem hier ist das egal, er findet, Frosch ist Frosch!!
Der Laubfrosch ist der Kletterkünstler unter den Fröschen, weil er Haftballen an den Füssen hat.
Da kann es dann auch mal hoch hinaus gehen.
Typen wie ihm kommen Frösche und Molche nur ungern zu nahe.
Generell haben es die "Generalisten" leichter zu überleben, wie z.B. die Bachstelze, die in den verschiedensten Lebensräumen heimisch ist – wobei insektenreiche Gewässer in der Nähe günstig sind.
Unbefestigte Ufer, nicht selbstverständlich am Rhein.
Auf einer Mini-Sandbank eine Familie von Kanada-Gänsen. Sie kommen ursprünglich aus Nordamerika, sind inzwischen die weltweit am häufigsten vorkommenden Gänse.
Die Nilgänse stammen ursprünglich aus Afrika. Zuchtvögel sind in den 1970er Jahren in Holland entkommen. Die durchsetzungsstarken Vögel haben sich zuerst entlang des Rheins verbreitet.
Die einheimische Stockente. Kommt auf der ganzen Nordhalbkugel vor, häufigste europäische Entenart. Ist inzwischen auch in Australien und Neuseeland eingeführt.
Friedliches Miteinander in der Aue ...
... im romantischen Mittelrheintal.
Ein Erfolg des Naturschutzes: Vor zwanzig Jahren war der Storch fast ausgestorben – jetzt fliegt er wieder.
Auch der Graureiher gilt – anders als früher – nicht mehr als gefährdet. Dieser hier meditiert an der Alten Sandlache bei Bingen.
Der Kormoran: Nachdem sein Vorkommen gerade in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts aufgrund massiver Verfolgung extrem zurückging, haben sich seine Populationen mittlerweile erholt. Super!
Die Rheinauen, ein Ort für die Natur, mit schönen Ausblicken für die Spaziergänger.
Und sogar einen Eisvogel haben wir bei unseren Besuchen gesehen. Zugegebenermaßen ist der eigentlich phantastisch bunte Vogel auf dem Bild nur als winziger Schattenriss auf dem Baumstumpf zu erkennen. Aber immerhin.
Wir wünschen den Bewohnern der Rheinauen alles Gute ...
... in ihren kleinen Refugien, mitten im Ballungsgebiet.

c. 2021 Bodo Witzke


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