Die TURMFALKEN von KLEIN-WINTERNHEIM


(7/2019) Mitten in unserem Dorf, am Muizoner Platz, nisten Turmfalken hoch oben vor einem Giebelfenster in der Fensterhöhlung. Ende Juni sind drei Jungvögel gut zu sehen. Sie sind noch nicht flügge, in ein, zwei Wochen wird es so weit sein. Der Agenda-Fotograf Bodo Witzke kommt vorbei, um Fotos zu machen. Dann passiert das Unglück: Vermutlich die Hitze treibt die jungen Tiere aus dem Nest, sie irren auf der gegenüberliegenden Straße herum. Jetzt muss etwas geschehen. Über die Rettung berichtet die AZ, hier geht es zum Artikel. Eine ausführliche Fotoreportage gibt es direkt hier bei uns:

 

 

Hoch oben vor dem Giebelfenster haben die Turmfalken ihr Nest gefunden, nachdem sie Tauben, die hier brüten wollten, vertrieben haben.
Im Juni: Die drei Jungvögel brauchen noch ein oder zwei Wochen, um flügge zu werden.
Sie warten auf die Altvögel, die etwa jede Stunde vorbei kommen und meistens eine Maus bringen. Aber die Hitze macht das Jagen schwerer und auf den Feldern sind alle Pflanzen hoch gewachsen, das macht es auch nicht leichter, Beute auf dem Boden zu finden.
Immer wieder werden die Flügel von den Jungvögeln ausprobiert. Sie sind im besten "Rabaukenalter", sagen Experten.
Und dann passiert das Unglück: Vor der Zeit verlassen sie das Nest, vermutlich getrieben von Hitze und Durst. Sie fliegen gegen die Hauswand gegenüber und landen hart auf dem Boden.
Das sichere Fensterhöhlennest ist weit weg, auf der anderen Seite des Platzes, in mindestens 12 m Höhe.
Ein Versuch zu Fliegen. Der Jungvogel kommt vielleicht 40 cm hoch und fliegt gegen die Wand.
Ratlosigkeit !
Es geht Richtung alltes Nest, mit einer gefährlichen Pause mitten auf der Hauptstraße ...
Fast sieht es aus, als benutze der kleine Turmfalke einen eigens eingerichteten Vogel-Zebrastreifen.
Inzwischen hat der Fotograf Bodo Witzke einiges telefoniert, der NABU-Rat am Telefon: Einfangen mit einer Decke. Die Handschuhe nicht vergessen.
Normalerweise sollen die Jungvögel zurück ins Nest gebracht werden, wo die Altvögel sie weiter versorgen können. In diesem Fall muss man damit rechnen, dass die Hitze sie schnell wieder aus dem Fensternest verjagen wird und sie wieder auf dem heißen Asphalt herumirren werden.
Erstmal kommen die drei in eine Kiste, weiteres Telefonieren - und dann kommt Karl-Heinz Schäfer aus Ober-Olm ein Vogelkundiger.
Herr Schäfer findet; In diesem Fall sollen die Vögel ausnahmsweise am besten in eine Greifvogelaufzuchtstation kommen. Er bringt sie nach Hasloch in der Südpfalz. Glück gehabt und gerettet.
Nachtrag: Kurze Zeit später lesen wir auf der Facebook-Seite der Freiwilligen Feuerwehr von Klein-Winternheim, dass die nur wenige Wochen vorher bereits einen vierten Turmfalken gerettet hatten, der noch vor den drei anderen aus dem Nest ist: Finden wir KLASSE!!
 

c. Bodo Witzke


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