FOTOTAGEBUCH DES JAHRES 2019 - die Ausgleichsfläche "Am Wingertsweg"


2. Januar 2019

Das neue Jahr beginnt mit etwas Schnee. Die neu errichteten Hügel für die im letzten Jahr von dem neuen Baugebiet "An der Bordwiese" hierher gebrachten streng geschützten Zauneidechsen liegen unter einer weißen Decke.


19. Januar 2019

In einem der Steinhaufen ist ein Baum gewachsen. Da er den Steinhaufen beschattet, wird er zurückgeschnitten. Der Steinhaufen kann seine Funktion, Unterschlupf vieler Tiere - wie Echsen - zu sein, besser erfüllen, wenn er im direkten Sonnenlicht liegt. Zum Konzept der Fläche gehört es, eine artenreiche halboffene Landschaft zu bilden. Dazu gehören regelmäßige Pflegemaßnahmen gegen die Verbuschung.


16. Februar 2019

Neue "Wohneinheiten" für die Wildbienen am Bienenhotel: Tom Zurmühlen baut sie ein.


22. Februar 2019

Ein Wikipedia-Artikel für die Ausgleichsfläche

Die Ausgleichsfläche "Am Wingertsweg" von Klein-Winternheim bekommt einen eigenen Wikipedia-Artikel, der mühelos die "Relevanz"-Kriterien des online-Lexikons erfüllt. Wir freuen uns.


24. Februar 2019

Als Frühblüher zeigt sich wieder die Haselnuss. Leider wurde im letzten Jahr nicht gemäht, deshalb die alten Grasbüschel auf der Fläche. Eigentlich soll einmal im Jahr gemäht und die Mahd abgefahren werden, um den Boden abzumagern: Denn gerade die Wildkräuter brauchen natürlichen nährstoffarmen Boden.


27. März 2019

Eine Neuerung auf der Ausgleichsfläche: Zum ersten mal benutzen wir QR-Codes an unserer Infotafel, um Spaziergänger mit Smartphone in der Tasche einen leichten Zugang zu unseren Online-Seiten zu ermöglichen.

Auf der Fläche sind weiße Blütenwolken gelandet, die ersten Schlüsselblumen zeigen ihr gelbes Gesicht. Ärgerlich: Immer wieder lassen Hundebesitzer die Kotbeutel mit den Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner  auf der Fläche fallen ...


30. März 2019

Auch wenn manches noch etwas grau wirkt: die Knopsen an den Bäumen wollen blühen, die Schlüsselblumen sind unübersehbar. An einer Stelle ist vor Jahren ein Veilchen eingewandert ... und blüht auch dieses Jahr wieder. Wenn man den Blick hebt, sieht man über die Ausgleichsfläche bis nach Nieder-Olm: Im Vergleich zu den Windrädern ist der Kirchturm nur noch ein Zwerg.

 

15. April 2019

Die gehörnten Mauerbienen sind wieder am Bienenhotel unterwegs. Die Männchen sind schon geschlüpft und warten auf die Weibchen.


16. April 2019

Ein Bussard sucht Fressbares über der Fläche, die Schlüsselblumen haben sich noch einmal mehr ausgebreitet. Blütenwolken stehen vor dem Dorf - Naturidylle.


22. April 2019

Die Zauneidechsen auf der Ausgleichsfläche

Im Jahr 2018 wurden 17 streng geschützte Zauneidechsen im neuen Baugebiet "An der Bordwiese" gefangen und auf die Ausgleichsfläche "Am Wingertsweg" gebracht. Den hochinteressanten  Vorgang hatten wir auf unserer ERSTEN HOMEPAGE bis Ende 2018 begleitet und mit vielen Bildern und den wesentlichen Informationen dokumentiert.

Nun war natürlich die spannende Frage zu beantworten, was aus den Tieren geworden ist. Bei einer Begehung der Fläche vor wenigen Tagen wurde eine Bestandaufnahme durch die Biologen Thomas Merz und Ralf Thiele vorgenommen. Üblicherweise werden bei so einer Begehung nur etwa 10% aller Tiere gesehen, im äußersten Fall 20%. Die beiden Biologen trafen insgesamt 8 Echsen an, einige, von denen sicher gesagt werden konnte, dass sie bereits auf der Fläche geboren worden sind. Man kann also von mindestens 40 Tieren, wahrscheinlich eher mehr, zum jetzigen Standpunkt ausgehen.

Das deutliche Wachsen der Anzahl ist ein guter Beleg dafür, dass die Zauneidechsen ihr neues Domizil angenommen haben und vermutlich auf Dauer in stattlicher Anzahl auf der Fläche heimisch werden. Ein Erfolg des Umzugs, über den sich die Lokale Agenda Klein-Winternheim sehr freut.

Auf der Ausgleichsfläche: Einer der Hügel, die für die umgezogenen Zauneidechsen angelegt wurden.
Kaum zu erkennen unter dem schützenden Gestrüpp ...
... eine der jetzt hier lebenden Echsen.
Es ist ein relativ großes Männchen.
Gegenüber auf einem Hügel, eine zweite Echse.
Und die Bitte der Lokalen Agenda: Gehen Sie nicht auf eigene Faust auf die Fläche nachschauen. Die Tiere sind kaum zu entdecken, aber leicht zu stören.

1. Mai 2019

Es wird grün und bunt auf der Fläche. Das neue Nachwachsende verdrängt das vertrocknete Nicht-Gemähte. Die Wildrosen blühen und es sind inzwischen wieder deutlich mehr Insekten unterwegs. Ein Hundebesitzer hat wieder eine Kottüte nicht festhalten können. Vor dem Gartenschläfer-Unterschlupf reckt sich ein erster Wiesensalbei. Die Ende 2017 oben am Hang gepflanzte Mehlbeere, die trotz Wässern am meisten unter der Trockenheit des letzten Sommers gelitten hatte, hat unten am Stamm einige Blätter gebildet, aber nur ein Ast der Krone zeigt frisches Grün.


25. Mai 2019

Buntes Vogel-Leben auf unserer Ausgleichsfläche

Bei einer Begehung der Ausgleichsfläche "Am Wingertsweg" wegen Baumschäden haben wir trotz größter Vorsicht ein Fasanen-Weibchen aufgeschreckt, das uns vermutlich – offensichtlich mit simuliertem gebrochenen Flügel  laufend und schreiend – von seinem Nest weglocken wollte. Dann verschwand es zwischen den Halmen, war nur noch für einen Moment zu sehen.

Wir freuen uns, Fasane auf der Fläche begrüßen zu dürfen, entschuldigen uns wegen der Störung und kommen in ein paar Wochen wieder, wenn das Brutgeschäft erlöedigt ist ... und weisen darauf hin, wie besonders wichtig es im Mai/Juni/Juli ist, wegen der Brutvögel die Ausgleichsfläche möglichst nicht zu betreten, das gilt für Menschen und ganz besonders auch für die Hunde.

Weitere Vögel sahen wir auf der Fläche, das Tele holte sie ran, den Stiglitz, den Grünspecht. Die bunten Bienenfresser allerdings waren schneller als die Kamera, sie sind ohne erfolgreiche erkennungsdienstliche Behandlung abgehauen. 

Bienen tummeln sich und das erste Tagpfauenauge wird gesichtet. Die kleine Eiche oben am Hang hat kräftige grüne Blätter entwickelt, es gibt phantastische Wolkenmomente. Die Regenstandsinfos machen Sorgen. Es heißt, trotz einigem Regen in der letzten Zeit seien die Wasservorräte in der Tiefe noch nicht wieder aufgefüllt. dort, tief im Boden, herrsche immer noch die Dürre und Trockenheit als Folge des letzten Hitzesommers.

Aber im Moment dominiert die Freude über das rege Leben und das brütende Rebhuhn.


Juni 2019

Im Juni erblüht die Wiese. Die Zeitungen berichten später, dass es der heisseste Juni seit der Wetteraufzeichnung war, 1,7 Grad Celsius über dem Mittel. Es ist auch trocken, erste Bäume zeigen braune Blattspitzen und einige Bäume werden vorsichtshalber gewässert. Der Wiese insgesamt schadet das Wetter nicht, sie ist prachtvoll und vital.

Grün liegt die Ausgleichsfläche Anfang Juni vor dem Ort.
Die für Rheinhessen typischen Rosen erfreuen das Auge.
Schmetterlinge sind unterwegs.
Rätselhafte Gestalten strecken ihre grünen Arme aus.
Immer mal wieder schaffen kleine Mohninseln den Durchbruch.
Der herrliche Wiesensalbei.
Der Zitronenfalter ist kaum von einem Blatt zu unterscheiden.
Die ersten von den seltenen und geschützten Esparsetten-Widderchen sind zu sehen.
Die lassen sich von niemandem stören.
Hier hat jemand Beute gemacht - nur Federn sind geblieben.
Eine im Herbst 2017 gepflanzte Mehlbeere, die im trockenen Sommer des letzten Jahres besonders gelitten hatte, sieht nicht gut aus.
In diesem Jahr gibt es besonders viele Schachbrettfalter auf der Fläche.
Eine der Eichen, die als ganz kleine Pflanzen hier gesetzt wurden, versteckt sich.
Aber wenn man genau hinschaut, sind ihre grünen Blätter gut zu sehen.
Ein gern gesehener Gast, ein Hase kommt vorbei.

Juli und August 2019

Der Sommer ist dieses Jahr nicht so trocken wie letztes Jahr; einige Male regnet es sogar heftig. Insgesamt tut das der Ausgleichsfläche und ihren Bäumen gut.

Der Juni war trocken gewesen, die ersten Gelbtöne sind schon im Juli in der Wiese angekommen.
Eine Mehlbeere, gepflanzt im Herbst 2017, hat das viele Wässern im letzten Jahr nicht wirklich geholfen.
Immerhin hat sie sich entschlossen, erst mal als Busch weiterzumachen.
Sensationell häufig ist auch in diesem Jahr wieder das seltene Esparsetten-Widderchen auf der Fläche vertreten ...
... keine Pflanze ist vor ihr sicher ;)
Eine vor Jahren gepflanzte Eiche hat schon ewig geschwächelt und in diesem Jahr kein einziges Blatt mehr gebildet; wir holen den Stamm heraus ...
... er "bereichert" dann einen der ökologisch wichtigen "Haufen", in denen z.B. die seltenen Gartenschläfer leben.
... und überall die Esparsetten-Widderchen, hier auf dem Johanniskraut.
... und auf dem Dost, den wir auch als Oregano kennen und schätzen.
In diesem Jahr sind auffallend viele schwarze Holzbienen unterwegs.
Vor einem der Felsbrocken hat sich eine Königskerze angesiedelt. Das führt zu der Idee, gelegentlich noch weitere Königskerzen anzupflanzen.
Die wunderbaren Bläulinge.
Je weiter der Sommer fortschreitet, desto mehr Heuschrecken sind zu sehen.
Was das wohl für eine Pflanze ist, haben wir uns gefragt ...
...Es ist der Färber-Wau, der früher zur Produktion von Farbstoffen angebaut wurde. Die Insekten lieben seinen Nektar.
Insgesamt regnet es im Juli und August deutlich mehr als im letzten Jahr ...
... gelegentlich müssen einige der Bäume dann doch gegossen werden. Wobei die untere Mehlbeere vom Herbst 2017 keine Probleme hat.
Ein Baum in der Umzäunung hat es aber nicht geschafft, wegen eines "Fegeschadens" vor über einem Jahr ist er eingegangen.
Die kleine Eiche innerhalb der Umzäunung ist gut gewachsen und guckt zum ersten mal aus ihrem Schutzkäfig heraus.
Auch wenn man sie kaum sieht: Auch der kleinen Eiche oben am Hang geht es gut ...
... wenn man dichter heran tritt, sieht man ihre grünen Blätter.
Altes Totholz, auf die Fläche gebracht, als diese 2008 angelegt wurde ...
... die Ausgleichsflächen-Hüpfer schätzen den Ort für eine kleine Pause.
Auch spät im Sommer sind die Schmetterlinge noch unterwegs, ein Ochsenauge.
Und zwei Streifenwanzen finden irgendwo, wo sie sich unbeobachtet wähnen, zueinander.
Und dann kommen die neuen Königskerzen ...
... und finden ihren Platz neben den Felsen, wo sie nicht abgemäht werden.

September 2019

Im September erleben wir auf der Ausgleichsfläche den Übergang vom Sommer in die ersten Momente des Herbstes. Einige seltene und besonders geschützte Tiere sind uns in der Zeit begegnet, die blauflügelige Ödlandschrecke, das Braunkehlchen, wieder die Zauneidechse, die Goldene Acht. Aber schauen Sie doch selbst.

Der Blick Richtung Nieder-Olm, mit inzwischen silbrigem Natternkopf vor den Felssteinen und den ersten roten Hagebutten.
Felshaufen wie diese sind Rückzugsgebiete für viele Tiere.
Neben dem Felsen, auf einer kleinen Kiesfläche, kaum zu erkennen, ein sehr seltenes Insekt: Die "Blauflügelige Ödlandschrecke", perfekt getarnt.
Einmal gegoogelt: Sie versteckt ihre blauen Flügel unter den vorderen Flügeln. Sehr selten, auf der roten Liste - und bei uns.
Auf einem der Zauneidechsenhügel sitzt ein kleiner Vogel.
Es ist ein Braunkehlchen, auch sehr selten und gefährdet, als Bodenbrüter braucht es Wiesen, die spät im Jahr gemäht werden, wie die unsere.
Und auf dem Zauneidechsenhügel? Mit den vielen Ästen, um sich gut verstecken zu können?
Nur selten hat man das Glück, eines der Tiere zu entdecken.
Dann heißt es, sich als Fotograf langsam zu bewegen, in zwei, drei Metern Abstand, das Objektiv hat über 1200 mm.
Die Tiere sind europaweit geschützt, weil sie inzwischen so selten sind.
Ein Kohlweisling erfreut sich am Jakobskreuzkraut, das noch später als andere Wiesenpflanzen im Jahr blüht.
Die Wilde Malve, die in der Antike als Heil- und Gemüsepflanze genutzt wurde.
Letztes Jahr hatten wir einige Mispeln im inneren umzäunten Bereich der Ausgleichsfläche gepflanzt ...
... die überraschend gut gekommen sind und den heißen Sommer 2018 ohne Gießen gut überstanden haben.
Auf der Fläche haben sich viele Früchte gebildet, ...
... die Nahrung für die unterschiedlichsten Tiere sind.
Im September ...
... gibt es die ersten Herbstfarben.
Auf der Fläche sind einige der großen Eichen, die gepflanzt wurden, eingegangen. Ein neuer Versuch mit kleinen Eichen. Die hier ist als 50 cm Pflanze vor sieben Jahren hierhergekommen ...
... sie hatte mit Trockenheit und Rehverbiss zu kämpfen, jetzt schaut sie zum ersten Mal über ihren Schutzzaun. Wie lange das dauert, bis ein Baum ein Baum ist.
Totholz als "Öko-Skulptur" auf der Fläche ;)
In Haufen wie diesen leben Gartenschläfer, auch eine gefährdete Art, die bei uns in Rheinhessen zum Glück noch häufiger vorkommt.
Die zweite kleine Eiche auf der Fläche, sechs Jahre sind vergangen, seit die Eichel keimte, geschützt vom Bewuchs um sie herum, in dem sie sich versteckt ...
... kräftig grün und vital. 1000 Jahre kann sie alt werden.
Die Bäume, deutlich grüner als im letzten Jahr.
An vielen Stellen ist der Zaun, vermutlich von menschlichen Eindringlingen herabgedrückt worden. Wir befestigen ihn wieder und hoffen, dass er respektiert wird.
Vermutlich eine "Goldene Acht", auch "Positllon" genannt; nicht sehr häufig.
... und immer mal wieder schaut ein Turmfalke vorbei ...
Ein wunderbares Stück Land!
Bald ist es so weit, dass gemäht wird, damit der Wiesenzyklus im nächsten Jahr neu beginnen kann.

September / Oktober 2019

VIDEO: Drohnenflug über der Ausgleichsfläche

Und auch das gab es September, einen Drohnenflug über die Fläche. Klicken Sie hier oder auf das Bild gleich darunter, um den kurzen Film zu sehen.


9. Oktober 2019

Oktoberlicht

Noch einmal beschenkt der Oktober die Ausgleichsfläche "Am Wingertsweg" mit seinem ganz besonderen Oktoberlicht – bevor es in wenigen Tagen ans Mähen geht.

Die Mehlbeere von 2017 oben am Hang hat ihr Krone nach dem heißen Sommer 2018 aufgeben müssen, trotz Wässern ...
... aber sie treibt unten am Stamm noch einmal aus!
Die neu gepflanzten Königskerzen haben es erstmal schwer ...
... aber sie geben nicht auf und bilden eine neue Blätterrosette.

17. Oktober 2019

Das war überfällig: Es wird mal wieder gemäht ...

... einmal im Jahr sollen Wiesen wie die unsere gemäht werden, um die Artenvielfalt zu erhalten und um die Verbuschung zu stoppen. Die letzten zwei Jahre wurde das zu spät oder gar nicht gemacht, der damalige "Mäher" ist zu spät oder erst gar nicht gekommen. Jetzt sind neue Profis am Werk, der Landschaftspfleger Martin Wieck (der mit dem grünen Hemd) aus Waldalgesheim ist mit seinem Gerät gekommen; der Umweltingenieur Felix Leiser (in orange) ist auch dabei, er gehört zu viriditas, der Fachfirma, die den Umzug der Zauneidechsen bei uns durchgeführt hat. Beide schauen, dass  sauber gemäht wird, aber auch, dass Inseln aus altem Bewuchs für die Eidechsen erhalten bleiben. Denn wenn alles radikal abgemäht wird, schadet dass den Echsen. Hier gilt es - wie so oft im Leben - das richtige Maß zu finden. Am Ende wird die Mahd zusammengeschoben und dann mit dem Ladewagen aufgenommen und abtransportiert. Dieses "Abmagern" der Wiese durch Wegfahren der Mahd ist wichtig, weil die Böden in unserer Agrarlandschaft gerade für viele seltene Pflanzen zu stark gedüngt sind. Es ist ein wichtiger Tag für die Wiese, der Start in den nächsten Wiesenzyklus.


2. November 2019

Pflegeeinsatz – von Baumpfählen und Brombeerenranken

Treffen auf der frisch gemähten Ausgleichsfläche. Die Agendianer packen an: Inzwischen sind viele Bäume so groß, dass sie ihre Schutzpfähle nicht mehr brauchen, die Pfähle werden abgesägt – sieht auch besser aus. Aus dem Holz werden Hügel gebaut, von denen wir wissen, dass die seltenen Gartenschläfer sie schätzen und in ihnen ihre Behausungen bauen.

Die Brombeere hat Wiesengebiete erobert. Zur Pflege einer artenreichen Naturwiese gehört es, sie immer wieder ein Stück weit zurück zu schneiden.

Die Ausgleichsfläche im Herbst. Auch die großen Bäume haben noch die typischen Schutzpfähle.
Seit 2008 stehen die Pfähle – bei vielen Bäumen sind sie inzwischen nicht mehr nötig.
... die Pfähle werden abgesägt, ihre Zeit ist gekommen.
... aber was jetzt tun mit den alten Pfählen?
Die Agendianer haben eine Idee – Irene Wellershoff, Vorsitzende der Lokalen Agenda Klein-Winternheim.
Aus dem Stämmen wird ein Haufen gebaut, wie ihn die seltenen Gartenschläfer lieben – Gundhild Fleischmann, Irene Wellershoff.
Da geht schon der nächste Wohnhügel in den Bau – Gisi Zurmühlen mit Nachschub.
... und noch ein Eigenheim für die Bewohner der Fläche – Gisi Zurmühlen und Gundhild Fleischmann.
An anderer Stelle geht es darum, die Wiese zu erhalten und die Brombeeren zurückzudrängen – Werner Eckert.
Trotz regelmäßger Rückschnitte sind die Brombeeren ein ernst zu nehmender Gegner – Stefan Albrecht.
Etliche Quadratmeter sind überwachsen und werden für die Wiese zurückerobert – Maya Barbara Albrecht.
Am Ende ist eine Menge geschafft worden.
Ein später Admiral schaut sich das Ganze an.
... und die neu geschaffenen Eigenheime warten im Herbstsonnenschein auf ihre Bewohner.

5. November 2019

Die Ausgleichsfläche wird zum romantischen "Landschafts-Park"

... und noch einmmal scheint die Sonne. Die Bäume ohne ihre alten Stützpfähle – ein romantischer Anblick.
Im Bienenhotel schlafen die seltenen Wildbienen dem nächsten Frühjahr entgegen.
In der Zauneidechsen-Ecke wurde weniger gemäht, da haben die Tiere im nächsten Frühjahr etwas Deckung, wenn sie aus ihren Erdhöhlen kommen.
Jetzt kann der Winter kommen.

23. November 2019

Als Beigeordnete für die Natur: Dorothee Bugner

Neu im Amt und gleich zu Besuch auf der Ausgleichsfläche: Die 1. Beigeordnete unserer Gemeinde Klein-Winternheim, Dorothee Bugner. Zu ihrem Aufgabenbereich gehören u.a. die Themenfelder Umwelt und Klima, beide in der aktuellen politischen Diskussion weit vorne stehend.

Wenn sie hier vorbei spaziere, da hätte sie schon manchesmal gerne die Fläche betreten, sagt Dorothee Bugner beim Treffen mit Dr. Irene Wellershoff, der Vorsitzenden der Lokalen Agenda, die die Fläche in Absprache mit der Ortsgemeinde betreut. Aber natürlich halte sie sich zurück, besonders im Frühjahr, wenn die Bodenbrüter ihre Nester in der Wiese haben. Deshalb freue sie sich heute besonders, einmal die Fläche zu begehen zu können und ihre Besonderheiten kennen zu lernen – der Zeitpunkt im Herbst, nach Mahd und Pflegeeinsätzen, ist gut dafür geeignet. Die Lokale Agenda freut sich über das Interesse und berichtet gerne von den bisher "11 Jahren Abenteuer Ausgleichsfläche", mit Turmfalken, seltenen Blumen, Zauneidechsen und vielem mehr. 

Ach ja: wenn Sie eine Frage haben sollten, dann melden Sie sich doch einfach bei uns, wir berichten immer gerne ;)

Dr. Irene Wellershoff von der Lokalen Agenda und Dorothee Bugner, 1. Beigeordnete (v.l.n.r.)
Erster Stopp am Bienenhotel, das bereits 2010 eröffnete – die diesjährigen Gäste halten zur Zeit ihren verdienten Winterschlaf.
Vieles wartet noch, die Eidechsenhügel, die kleinen versteckten Eichen, die verwunschenen Steinhügel ...
... los geht's!

14. Dezember 2019

Winterruhe auf der Ausgleichsfläche

 Auf den alten Steinhaufen haben sich vielfältige Moos- und Flechtenlandschaften gebildet, die auch im eher grauen Winter für Farbtupfen gut sind. Neben den Steinhaufen hat sich eine Königskerze halten können, obwohl es im heißen Sommer erst so aussah, als würde sie verdorren. Gut besucht das Bienenhotel, wobei sich zeigt, dass die Holzblöcke aus Massivholz, ohne Risse, die eindeutigen Favoriten der Wildbienen sind.




Ausstellung zum Haybach

Besuchen Sie hier unsere virtuelle Ausstellung zur geplanten Haybach-Renaturierung.

Hintergrund

 "Global denken, lokal handeln" ...
... das ist das Motto der Lokalen-Agenda-Bewegung - und das ist auch unser Motto, hier in Klein-Winternheim ...
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Kontakt

Arbeitskreis Natur und Umwelt
Lokale Agenda 21, Klein-Winternheim
c/o Dr. Irene Wellershoff
An der Bordwiese 6
55270 Klein-Winternheim
Tel.: 06136-85421
E-Mail: LokaleAgendaKleinWinternheim(at)t-online.de

Lokale Agenda 21