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DER HAYBACH

Die lokale Agenda setzt sich seit vielen Jahren dafür ein, den Haybach, der durch Klein-Winternheim und Ober-Olm fließt, wieder zu renaturieren.  Grundproblem ist, dass frisches Quell- und Regenwasser, das der Bach dringend braucht, zur Zeit in die Abwasser-Kanalisation geleitet wird und dass der Bach an vielen Stellen in ein zu enges Korsett gezwängt ist. Nur an wenigen Stellen sieht der Haybach aus, wie er aussehen sollte. Schon vor einiger Zeit hat die LOKALE AGENDA eine Diplomarbeit initiiert, die viele Ideen für die Renaturierung des Haybaches liefern kann.

Anfang 2019 starteten die Gemeinden Klein-Winternheim und Ober-Olm ein "kommunales Gemeinschaftsprojekt", um Flächen am Haybach zu renaturieren. Mit im Boot sind die VG Nieder-Olm, Behörden und Institutionen wie der Abwasserzweckverband. Verfolgen Sie hier bei uns die Entwicklung.


+++ A K T U E L L E S +++


17. März 2022

DIE HAYBACH-RENATURIERUNG: DAS IST DER PLAN

Es gehe darum, "einen Einklang zwischen Menschen und Natur zu schaffen", so beschreibt Doris Leininger-Rill, die erste Beigeordnete der VG Nieder-Olm, das übergreifende Ziel der geplanten Renaturierung des Haybachs. In einer Sitzung des Klein-Winternheimer "Ausschusses für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Tourismus" hatte sie die von der VG beauftragte Vorplanung der Fachfirma Francke + Knittel vorgestellt und erläutert. Auf 33 Folien wird in der Präsentation der aktuelle Gewässerzustand des Bachs dokumentiert und es werden die mit der VG abgestimmten Planungsziele aufgeführt. Wir freuen uns, dass die Beigeordnete die Original-Präsentation für unsere Homepage freigegeben hat. Zusätzlich beantwortet Doris Leininger-Rill, in deren Verantwortungsbereich die Renaturierung liegt, Fragen zur Vorplanung in einem Interview der Lokalen Agenda.

Hier geht es zu der Original-Präsentation der Vorplanung und zu dem Interview mit Doris Leininger-Rill.


8. März 2022

Neue Ausschusssitzung zum Haybach in Klein-Winternheim

Sitzung unter Corona-Bedingungen. In der Klein-Winternheimer Haybachhalle tagt der Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Tourismus der Gemeinde, eingeladen hat die Ortsbürgermeisterin Ute Granold.

Wichtige Themen stehen auf der Tagesordnung, darunter die Frage nach dem aktuellen Stand der Haybach-Renaturierung:

ZUM STAND DER HAYBACH-RENATURIERUNG

Klein-Winternheim und Ober-Olm hatten die Renaturierung des Haybachs als "Kommunales Gemeinschaftsprojekt" gestartet. Zuständig für den Haybach ist die Erste Beigeordnete der VG Nieder-Olm, Doris Leininger-Rill. Sie kam an diesem Abend persönlich in die Sitzung, um den Ausschussmitgliedern und interessierten Bürgern und Bürgerinnen von den Fortschritten und den Planungen zu berichten. Sie erläuterte die sogenannten Vorplanungen der Mainzer Fachfirma "Francke und Knittel" , die im Auftrag der VG das Ziel verfolgt, Renaturierung, Hochwasserschutz, Erlebnisräume etc. zwischen Klein-Winternheim und Nieder-Olm zu realisieren. Erste Grundstücke konnten für dieses Projekt erworben werden. In Kürze werden wir hier auf dieser Seite den Vortrag mit Zustimmung der VG online stellen können, wir freuen uns darauf, Ihnen diese Information schon bald geben zu können. 


15. Februar 2022

JETZT KANN ES LOS GEHEN !!

VG NIEDER-OLM beschließt weitere Schritte zur HAYBACH-RENATURIERUNG

Viele Schritte sind nötig, bis es ganz konkret an die Renaturierung „unseres“ Haybachs gehen kann, von einem Projekt, das einen „langen Atem“ braucht, hatte Doris Leininger-Rill, die 1te Beigeordnete der VG Nieder-Olm gesprochen, in deren Aufgabengebiet die Maßnahmen fallen.

Seit der kommunalen Gemeinschaftsinitiative zur Haybach-Renaturierung, die von Ute Granold und Matthias Becker, der Ortsbürgermeisterin von Klein-Winternheim und dem Ortsbürgermeister von Ober-Olm 2019 angestoßen wurde, ist einige Zeit ins Land gegangen, erste Erfolge sind aber auch zu verzeichnen: Der Beauftragte Dr. Gerhard Hanke hat erste Flächen am Haybach für die VG erwerben können, oder die Erwerbungen stehen unmittelbar vor dem Abschluss. (Den detaillierten Bericht zum Flächenerwerb vom September 2021 finden Sie hier dokumentiert.)

Die VG hat inzwischen Gelder für die Renaturierung in den Haushalt eingestellt und die Planungsfirma Francke und Knittel mit einer Vorplanung für den gesamten Bachverlauf zwischen Klein-Winternheim und der L 401 beauftragt.

Diese Vorplanung wurde in der öffentlichen Sitzung des Bau-, Umwelt- und Landwirtschaftsausschusses der VG am 14. Februar 2022 vorgestellt. Für zwei Teilabschnitte am Haybach, die neu erworben sind (oder deren Erwerb vor dem Abschluss steht) von zusammen etwas über einem Hektar Fläche, empfahl der Ausschuss einstimmig, Francke und Knittel mit den weiterführenden Aufgaben von der Entwurfsplanung bis hin zur Bauüberwachung einer dann an diesen Stellen erfolgenden Renaturierung zu beauftragen. Die zu erwartenden Kosten für die Planungen und die dann anstehenden deutlich teureren praktischen Renaturierungsarbeiten wurden für die beiden Teilabschnitte zusammen mit circa 380.000 Euro angegeben. Der Haupt- und Finanzausschuss stimmte der Beauftragung der Planungsfirma für die genannten Arbeitsschritte am 15. Februar 2020 "abschließend" zu. (Hier finden Sie einen Link zur Beschlussvorlage der beiden Ausschüsse.)

Doris Leininger-Rill rechnet mit dem Baubeginn am Haybach erst im kommenden Jahr, da noch Dinge wie wasserrechtliche Genehmigungen etc. zu klären seien. Die Lokale Agenda begrüßt, dass die Haybachrenaturierung nach vielen Jahren in die konkrete Umsetzung geht und wird so bald wie möglich über die bereits erfolgten Planungen berichten, wie der Haybach wieder zum „feinmaterialreichen karbonatischen Mittelgebirgsbach“ werden soll, der Biotope vernetzt, einen Hochwasserschutz bietet, für Menschen erlebbar ist, Feuchtflächen und Stillwasserzonen hat. Zusätzlich soll eine gute Wegeverbindung für Wanderer und Radfahrer zwischen Klein-Winternheim und Nieder-Olm entstehen, führten die Experten der Planungsfirma, Frau Reis und Herr Kiefer,  bei der Vorstellung der Vorplanung aus. Es bleibt spannend, wir halten Sie auf dem Laufenden.


12. Dezember 2021

Das Buch zu "unserem" Haybach – jetzt im Buchhandel

"Der Haybach und sein Potential" heißt eine der Ausstellungen der Lokalen Agenda. Jetzt gibt es sie als Buch, das motivieren will, die angekündigten Renaturierungen mit Energie voran zu treiben.

Die Bilderserie von Bodo Witzke zeigt, welches Naturpotential bereits auch heute schon in dem so lange missachteten Gewässer steckt. Über Jahre hat er an den zur Zeit noch wenigen naturnahen Stellen des Baches genau hingeschaut und dort beeindruckende Bilder gefunden. Sie sind ein Versprechen für die Zukunft, auf das, was hier entstehen wird, wenn die Renaturierung gelingt und sich Natur auf vielen Flächen ungestört entfalten kann.

Einblicke in den Stand der Renaturierung und die Motivationen, die dahinter stehen, geben Ute Granold (Ortsbürgermeisterin Klein-Winternheim), Matthias Becker (Ortsbürgermeister Ober-Olm), Doris Leininger-Rill (1. Beigeordnete der VG Nieder-Olm) und Dr. Irene Wellershoff (Lokale Agenda Klein-Winternheim).

Das Buch gibt es über den Buchhandel oder direkt bei der Lokalen Agenda. Es kostet 17 Euro, hat 108 Seiten im Format 21cmx15cm. Wir wünschen viel Vergnügen beim Spaziergang an "unserem" Haybach!

Natürlich können Sie auch weiterhin die Ausstellung digital besuchen, der Link ist hier.

 


Oktober 2021

Nachrichtenblatt der VG Nieder-Olm / Die Lokale Zeitung:

"Lasst uns unser Rheinhessen noch schöner machen!" – Infos über erste konkrete Erfolge auf dem Weg zur Haybach-Renaturierung verfügbar

Über die ersten konkreten Schritte Richtung Haybach-Renaturierung berichten die lokalen Zeitungen. Diese Schritte waren in einer Ausschussitzung des Klein-Winternheimer Gemeinderates der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Die LOKALE AGENDA dokumentiert das ausführlich:  Unsere interessante Homepage-Seite mit dem detailreichen und informativen Originalvortrag des Haybachbeautragten der VG Nieder-Olm, Dr. Gerhard Hanke, finden Sie hier.


29. September 2021

HAYBACH-RENATURIERUNG – EINE VISION WIRD KONKRET

Es gibt Neues zu berichten: Im Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschft und Tourismus trug der Haybach-Beauftragte der VG Nieder-Olm, Dr. Gerhard Hanke, den aktuellen Stand der Arbeiten für die Haybach-Renaturierung vor. Er konnte berichten, dass Flächen am Haybach gekauft werden, dass eine renommierte Fachfirma an Plänen arbeitet, dass wichtige Termine für die Förderung des Projektes anstehen.

Unseren Bericht zu der Sitzung plus den kompletten informativen und detailreichen Vortrag des Haybach-Beauftraten Dr. Hanke finden Sie hier.


12. August 2021

Renaturierung und Hochwasserschutz – wie ein kleiner Bach zu einem reißenden Gewässer werden kann

Anmerkungen aus aktuellem Anlass

Die schlimmen Hochwasserschäden in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen haben gezeigt, wie wichtig Klimaschutz und unmittelbarer Hochwasserschutz sind.

Starkregen, sagen die Wetterexperten, kann sich überall festsetzen. In unserer Region haben wir Niederschläge, wie sie z.B. im Ahrtal jetzt niedergingen, noch nicht erleben müssen, aber auch unsere friedlichen rheinhessischen Bäche können wild und reißend werden, das zeigen Aufnahmen des Abwasserzwecksverbandes Untere Selz (AVUS) am Beispiel des Essenheimer Baches.

Nach einem Starkregen führte der stille kleine Bach auf einmal riesige Wassermengen – wohlbemerkt nach einem Regen, der nicht im Ansatz mit der Unwetterlage in den aktuellen Unglücksgebieten zu vergleichen ist. Die Aufnahmen lassen ahnen, welche Kraft Niederschläge auch bei uns entfalten können.

Mit Bezug auf diese Aufnahmen unterstrichen die Klein-Winternheimer Ortsbürgermeisterin Ute Granold und die Vorsitzende der Lokalen Agenda Dr. Irene Wellershoff, dass die geplante Renaturierung von Bächen wie dem Haybach, der das Regenwasser aus Klein-Winternheim zu großen Teilen sammelt, im Fall der Fälle auch einen wichtigen praktischen Hochwasserschutz bringt. Regenmassen haben nach Renaturierungen den Raum, um sich in Überflutungszonen zu ergießen, die Wassermassen können dort zurückgehalten werden. So können auch akut gefährdete Anlieger weiter weg, an der Selz, am Rhein, durch das Zurückhalten von Niederschlagswasser entlastet werden. Auch aus diesem Grund hätten die Gemeinden Klein-Winternheim und Ober-Olm ihr kommunales Gemeinschaftsprojekt zur Renaturierung des Haybachs begonnen, das einen langen Atem brauche, aber auf einem guten Weg sei, sagte Granold.


20. April 2021

EINE SCHÖNE ÜBERRASCHUNG: Graugänse brüten am Haybach

Der Haybach ist immer für eine Überraschung gut: An einem der versteckten Tümpel sind Graugänse eingezogen, ihr Geschnatter kann man manchmal gut hören. Dass sie sogar Junge am Haybach bekommen haben, versuchen sie aber zu verbergen. Jetzt hat der Agenda-Fotograf Bodo Witzke sie doch einmal vor die Linse bekommen. Sechs erwachsene Graugänse hat er gezählt und sechs Junge. Ein weiterer Beleg für das "Potential des Haybachs", wie wir unsere Ausstellung zur geplanten Renaturierung vor einem Jahr genannt haben.


Februar 2021

"Für einen naturnahen Haybach" – Klein-Winternheimer CDU zur Renaturierung

In ihrer Publikation "Aktuell" widmet die Klein-Winternheimer CDU der Renaturierung des Haybachs eine eigene Seite, auf der sie die Bürgerschaft über den aktuellen Stand bis hin zu den laufenden Vorgesprächen mit Planungsfirmen informiert und sich für einen naturnahen Haybach ausspricht. Am Ende des Artikels gibt sie eine Grundsatzerklärung, die wir wegen ihrer zukunftszugewandten Perspektive hier noch mal im Wortlaut dokumentieren:

"Umweltschutz und eine lebenswerte Umwelt für die Menschen beginnen immer vor der eigenen Haustür. Wer sich mit der Landschaft am Haybach beschäftigt, der wird feststellen, dass die Renaturierung des Haybaches eine Gewinnsituation für alle schaffen wird. Wir können uns nur freuen, dass inzwischen alle Beteiligten an einem Strang ziehen und die lohnenswerte und wichtige Aufgabe aktiv annehmen. Künftige Generationen werden es ihnen danken."


17. Dezember 2020

Schritt um Schritt – zum aktuellen Stand der Haybach-Renaturierung

Es geht weiter mit der geplanten Renaturierung des Haybachs, auch wenn Corona einige der Abläufe schwieriger macht. Der neueste Stand:
 
Wie die Erste Beigeordnete der VG Nieder-Olm Frau Doris Leininger-Rill angekündigt hatte, sind Fachfirmen angefragt worden, die zum Jahresende Angebote zu umfassenden Renaturierungsplanungen bzw. zur Konzepterstellung machen sollen, über die dann im kommenden Jahr entschieden werden könne. Sobald erste Maßnahmen konkreter werden, werden die Eigentümer umfassend informiert. Neben der Landwirtschaft ist die VG mit dem AVUS im Gespräch, zu Abwasserfragen aber auch zu zukünftigen naturnahen Pflegemaßnahmen am Bach. Es laufen Gespräche mit der SDG-Süd, im Besonderen zu Finanzierungsfragen. Mit der „Aktion Blau“ können Renaturierungsvorhaben von Bächen in erheblichem Umfang gefördert werden. Der Haybach habe, so bestätigen Fachleute in den Gesprächen, „ein hohes Naturschutz-Potential“ .

„Mit der Haushaltsplanung für das Jahr 2021 wird das Vorhaben finanziell verankert und so auch für die Folgejahre im Fokus bleiben. Die Renaturierung wird eine Aufgabe, die nur über mehrere Jahre realisiert werden wird.“, so die 1. Beigeordnete Leininger-Rill. „Wichtig dabei sind eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und gegenseitiges Verständnis der verschiedenen Mitwirkenden.“  
 
Wir sind gespannt auf die kommenden konkreten Planungen und die nächsten Schritte und werden Sie auf dem Laufenden halten.


27. Juli 2020 – Der Haybach und seine Renaturierung

NACHGEFRAGT: Doris Leininger-Rill, erste Beigeordnete der VG Nieder-Olm

Wir bedanken uns für die positiven Rückmeldungen zu unserer virtuellen Ausstellung "DER HAYBACH UND SEIN POTENTIAL", die immer noch zu sehen ist. Dazu hatten uns eine Reihe von Fragen von Ihnen erreicht, zum weiteren Vorgehen der Gemeinden, zur Abwasserproblematik, zu Zeitplänen und dem Projektgebiet. Diese Fragen haben wir gebündelt und an die von der Verwaltungsseite her zuständige Erste Beigeordnete der VG Nieder-Olm, Frau Doris Leininger-Rill, geschickt. Jetzt ist ihre Antwort da, ein "Ja" zur Renaturierung, zu einem Prozess, der sich nach ihrer Einschätzung über 10 Jahre ziehen kann und in den Details noch viele Konkretisierungen erfahren muss.

- Zu den Antworten der Beigeordneten geht es hier.

- Wenn Sie zur Haybach-Ausstellung wollen, dann geht es hier lang.


Juni 2020

Wir freuen uns über das große Interesse der lokalen Presse an der virtuellen Haybachausstellung der LOKALEN AGENDA


30. Mai 2020

EINLADUNG ZU UNSERER VIRTUELLEN AUSSTELLUNG

Am Haybach zwischen Klein-Winternheim, Ober-Olm und Nieder-Olm ist in der Natur mehr los, als man glaubt – das zeigt der Fotograf der LOKALEN AGENDA Klein-Winternheim, Bodo Witzke, in seiner virtuellen Ausstellung "Der HAYBACH und sein POTENTIAL", zu der wir Sie herzlich einladen möchten, genauso wie zu dem Grußwort von Ute Granold (Ortsbürgermeisterin Klein-Winternheim) und der Rede von Dr. Irene Wellershoff (Vorsitzende Lokale Agenda).

Es geht um den Haybach, der auf den ersten Blick an vielen Stellen wie eine triste Rinne wirkt, aber er hat es in sich, wenn man genau hinschaut. Die Ausstellung will zeigen, was für ein Potential in ihm steckt, welche Vielfalt schon heute an einigen versteckten Ecken zu finden ist, verbunden mit dem Wunsch, dass unsere Natur aus diesen Nischen herausgeholt wird und den Raum bekommt, den sie verdient, das hat ein "Kommunales Gemeinschaftsprojekt" der anliegenden Gemeinden zum Ziel.

"HEIMAT IN DER NÄHE GESTALTEN" – GRUSSWORT VON UTE GRANOLD

Liebe Mitglieder und Freunde der Lokalen Agenda Klein-Winternheim,

die virtuelle Ausstellung der Lokalen Agenda Klein-Winterheim zum Haybach ist sehr gelungen: informativ, interessant, anschaulich und mit hervorragendem Bildmaterial versehen.

Für mich persönlich ist die Renaturierung des Haybaches ein wichtiges kommunales Gemeinschaftsprojekt. Hier hat der Haybach seinen Ursprung. Wir wollen uns mit unserer Nachbargemeinde Ober-Olm, der Verbandsgemeinde Nieder-Olm sowie allen direkt Beteiligten dafür einsetzen, mit diesem Projekt praktischen, erlebbaren und sichtbaren Umweltschutz zu leisten. Der Schutz unserer Umwelt beginnt direkt vor unserer Haustür. Heimat in der Nähe gestalten, das ist unser gemeinsames Ziel. Ich bin daher der Lokalen Agenda Klein-Winternheim ausgesprochen dankbar, dass sie sich schon seit vielen Jahren für den Schutz und die naturnahe Entwicklung des Haybaches einsetzt, wie ich meine, eine in jeder Hinsicht lohnenswerte Aufgabe.

Die Bilder der Ausstellung haben mir noch einmal das Natur-Potential des Haybaches vor Augen geführt: Ein wahrer Schatz für unsere Gemeinde und ihre Menschen, mit ihm müssen wir behutsam umgehen. Deshalb bin ich froh, dass im vergangenen Jahr durch die gemeinsame Initiative mit Ober-Olm neuer Schwung in das Projekt einer Renaturierung des Haybaches gekommen ist. Ich freue mich auch über die Unterstützung der 1. Beigeordneten der VG Nieder-Olm, Frau Doris Leininger-Rill, die sich ebenfalls engagiert für unser Anliegen einsetzt.

Danken möchte ich an dieser Stelle ganz besonders Herrn Dr. Gerhard Hanke, der uns mit seinem großen Sachverstand seit Anbeginn an begleitet. Inzwischen ist auch ihm der Haybach an`s Herz gewachsen.

Ich schätze die ehrenamtliche Arbeit der Lokalen Agenda sehr und bin zuversichtlich, dass wir unsere Heimatgemeinde Klein-Winternheim mit einer naturnahen Gestaltung des Haybaches noch ein Stück lebenswerter gestalten können.

Auch im Namen der gemeindlichen Gremien gratuliere ich der Lokalen Agenda Klein-Winternheim zu der gelungenen Haybach-Ausstellung. Ich wünsche der virtuellen Ausstellung viel Erfolg und eine gute Resonanz in der Bevölkerung.

Der Schutz unserer Landschaft beginnt vor Ort, dort wo wir zu Hause sind.


11. April 2020

AZ Mainz: Osterartikel zur Haybach-Renaturierung

Das ökologische Potential des Haybach will der Agenda- Fotograf Bodo Witzke mit seinen Bildern zeigen, die er im Frühjahr vor Ostern gesucht und gefunden hat. Obwohl der Bach an vielen Stellen bedauerlicherweise nicht mehr als eine "triste Rinne" ist, findet derjenige, der genau schaut, auch heute schon hier und da hoffnungsvolle Ecken, in denen sich etwas Natur zeigt, das belegen die Bilder von Erlenzeisig, Huflattich, Kormoran, Scharbockskraut etc. Doch dass die Natur am Haybach nur ein Nischendasein fristet, soll sich ändern. Glücklicherweise noch vor der Corona-Krise haben sich die Verantwortlichen der beiden Ortsgemeinden Ober-Olm und Klein-Winternheim sowie der VG Nieder-Olm zusammengefunden, um eine Art Fahrplan zu entwickeln, um - wie es die AZ ausdrückt - "Neues Leben durch Renaturierung" zu schaffen. Der Artikel zum Thema


2. März 2020

Fällungen am Regenrückhaltebecken des Haybach

Der Seitenrand des Regenrückhaltebeckens bei Klein-Winternheim war naturnah geplant und mit standortgerechten Pflanzen 2008 vom Abwasserzweckverband Untere Selz (AVUS) bepflanzt worden. Diese Seitenbepflanzung ist Ende Februar 2020 gefällt worden. Die LOKALE AGENDA und viele Bürger sind traurig über den Naturverlust. Das Becken hatte sich - trotz aller Abwasserprobleme - zu einem ansehnlichen Flecken Natur entwickelt. Im Winter konnte man z.B. gelbe Erlenzeisige an den Erlen fressen sehen, die jetzt gefällt wurden. Die beiden Bilder zeigen wie erfreulich es aussah (November 2019) und wie es jetzt aussieht (Februar 2020).

 

Grund für die Fällung ist nach Aussage der AVUS die notwendige Vergrößerung des Regenrückhaltebeckens, weil durch neue Baugebiete neues Oberflächen- und Abwasser dazu kommen. Grundsätzlich begrüßt die LOKALE AGENDA es, wenn sauberes Regenwasser dem Haybach zugeführt wird. Die Fällung dieses schönen Naturstreifens am Regenrückhaltebecken zeigt aber, dass Natur in unserer Region nur dann wirklich  geschützt werden kann, wenn echte Renaturierungsgebiete entstehen, die auf Dauer und Nachhaltigkeit angelegt sind. Deshalb ist es entscheidend, dass die geplante Renaturierung des Haybaches weiter voran kommt, um der Natur in unserem Tal eine echte Chance zu geben.


12. Januar 2020

Haybach-Renaturierung ein wichtiges Thema auf dem Neujahrsempfang von Klein-Winternheim

Beim Neujahrsempfang der Gemeinde in der gut besuchten Haybachhalle berichtete Ortsbürgermeisterin Ute Granold von den beeindruckend vielfältigen Aktivitäten der Gemeinde und der Bürger von Klein-Winternheim im Jahr 2019 - es ging vom "Halt-Dich-Fest" bis zur "Kita Wiese Kunterbunt". Das wichtigste Thema im Hinblick auf unsere Natur war das Projekt "Haybach-Renaturierung", von dem sie unter dem Motto "Der Haybach soll wieder fließen" berichtete. Granold unterstrich die Absicht der Gemeinde vom traurigen Bild des in Betonhalbschalen gezwängten Baches weg zu kommen, hin zu einem natürlich fließenden Gewässer. Dazu soll u.a. das Oberflächenwasser aus neuen Bau- und Gewerbegebieten in den Haybach geleitet werden. Ein Problem des Baches ist ja, dass er im Zuge der Flurbereinigung und verschiedener Baumaßnahmen von seinen Quellen abgeschnitten wurde und deshalb gelegentlich trocken fällt. In Klein-Winternheim wird immer noch sauberes Oberflächenwasser (Regen) zusammen mit Schmutzwasser in Abwasserkanäle geleitet und geht damit für den Haybach und die Natur verloren. Das ist ab 2025 rechtlich nicht mehr zulässig. Ein erster Teilabschnitt der Getrenntwasserkanalisation soll 2020 gebaut werden.

Als akutes Umweltproblem nannte die Ortsbürgermeisterin die Lärmbelastung durch Flugverkehr und Autobahn. Der Lärmpegel würde an einigen Stellen Grenzwerte überschreiten. Die Gemeinde fordert Geschwindigkeitsbegrenzungen auf der Autobahn und hat gegen die lärmverursachende aktuelle Flugrouten-Führung  zusammen mit anderen geklagt.


Heimatjahrbuch 2020 des Landkreises Mainz-Bingen

Dr. Gerhard Hanke: "Haybach-Renaturierung: Gemeinsames Ziel"

Unter dem Titel "Haybach-Renaturierung: Gemeinsames Ziel" skizziert der ehemalige Forstamtsleiter aus Alzey, Dr. Gerhard Hanke, im aktuellen Jahrbuch des Landkreises Mainz-Bingen, wie der Haybach renaturiert werden könnte. Darüberhinaus berichtet er in seinem Artikel für Ortsansässige spannende Details, z.B. wo vor vielen hundert Jahren die Quelle des Baches gelegen war und wie es heute dort aussieht. Hanke wurde im Rahmen eines kommunalen Gemeinschaftsprojektes der Ortsgemeinden Ober-Olm und Klein-Winternheim damit beauftragt, die Renaturierung des Haybaches voranzutreiben.

Gerhard Hanke: Haybach-Renaturierung: Gemeinsames Ziel. In: Günter F. Hattemer (Redaktion): Heimatjahrbuch 2020 des Landkreises Mainz-Bingen, S. 77 ff

DEN INTERESSANTEN ARTIKEL ZUR HAYBACH-RENATURIERUNG KÖNNEN SIE HIER HERUNTERLADEN


16. November 2019

AZ Allgemeine Zeitung Mainz – "Der Haybach soll wieder fließen"

Nach den Beschlüssen der Ortsgemeinden Ober-Olm und Klein-Winternheim, in einem "kommunalen Gemeinschaftsprojekt" unter Einbeziehung "aller Akteure", die Renaturierung des Haybachs weiter voran zu treiben, berichtet die AZ in einem ausführlichen Artikel. Als Startzeitpunkt für Maßnahmen gibt die Klein-Winternheimer Ortsbürgermeisterin Ute Granold das Frühjahr 2020 an: Aus neuen Baugebieten soll dem Haybach mittels eines Trennwassersystems sauberes Wasser zugeführt werden. Den ganzen Artikel lesen Sie hier.


14. Oktober 2019

"Haybach-Renaturierung: Gemeinsames Ziel"

Vortrag von Dr. Gerhard Hanke in Ausschusssitzung des Gemeinderates von Klein-Winternheim

Im Ratssaal der Gemeinde tagten der Umwelt- und der Finanzausschuss des Gemeinderates gemeinsam, um sich auf den aktuellen Stand der geplanten Haybachsanierung bringen zu lassen und das weitere Vorgehen zu besprechen.

Geladen war als Experte der ehemalige Alzeyer Forstdirektor Dr. Gerhard Hanke, der seit einigen Monaten im Auftrag der Gemeinden Klein-Winternheim und Ober-Olm daran arbeitet, alle "Akteure", die an so einem aufwändiges Vorhaben beteiligt sind, "ins Boot zu holen". Hanke konnte berichten, dass in den bisherigen Gesprächen das Vorhaben auf großes Wohlwollen gestoßen sei, sogar ein Artikel dazu mit dem Titel "Haybach-Renaturierung: Gemeinsames Ziel" von ihm wird im kommenden Heimtjahrbuch des Landkreises Mainz-Bingen abgedruckt werden.

Der Experte erwies sich als engagierter Naturfreund, für den es keinen Zweifel gibt, dass "die Zeit gekommen ist", solche Renaturierungsaufgaben anzupacken, zumal der aktuelle Flächennutzungsplan der VG für das Haybachtal "die Regeneration und Entwicklung von Feuchtflächen, die Pflanzung von Bäumen, Biotopflege" und vieles mehr in dieser Richtung vorsehe.

In seinem Vortrag ging Hanke auf die Geschichte des Haybaches ein, berichtete von dessen ehemaliger Quelle aus dem 16ten Jahrhundert, deren Ort ihm der Dorfchronist Becker gezeigt hatte und die sich heute - ausgetrocknet - in einem Weinberg befindet. Insgesamt sei Klein-Winternheim aber eine wasserreiche Gemarkung, allerdings verschwinde viel heutiges Quellwasser zum Beispiel aus dem Quellborn ungenutzt für den Bach in der Kanalisation. Hanke wies auf die Notwendigkeit zum Hochwasserschutz hin, die mögliche Steigerung der Lebensqualität für Bürger durch eine Bach-Renaturierung, er verwies auf konkrete Vorschläge einer Diplomarbeit zum Thema, die die Lokale Agenda 2010 initiiert hatte. Hanke blieb bei seiner Aussage: "Auch wenn es vielleicht schon seit mehr als 20 Jahren Versuche gibt, den Bach zu renaturieren, die noch nicht erfolgreich waren – jetzt ist die Zeit gekommen."

Jörg Raudszus von der Verbandsgemeinde Nieder-Olm sprach sich für das Vorhaben aus; sowohl Flächentausch wie auch eine Flurbereinigung seien Mittel, um geeignete Flächen am Haybach zu bekommen und die berechtigten Interessen von Landwirten zu berücksichtigen.

Den Sinn und die Funktionalität von Bach-Renaturierungen, wie sie in der VG Nieder-Olm z.B. in Jugenheim gemacht worden sind, stellte der Landwirt Franz Kiebler als einziger Redner in Frage. Er sehe keine Hochwasserproblematik, auf die Hanke hingewiesen hatte, bei Starkregen gäbe es auch keine Abwasserprobleme im Haybach. Wie die Lokale Agenda allerdings mehrfach fotografisch dokumentiert hat, liegt eine Abwasserproblematik in der Tatsache begründet, dass bei Starkregen der überlaufende Kanal in den Haybach abgeschlagen wird. Fotos belegen, wieviel an unhygienischem Unrat bei diesen Ereignissen tatsächlich im Bach landet. Die Vorsitzende der Lokalen Agenda, Dr. Irene Wellershoff, plädierte für sauberes Wasser im Haybach, im Interesse aller, auch der Landwirte. Die Ortsbürgermeisterin Ute Granold verwies darauf, dass Gemeinden gesetzlich verpflichtet seien, schmutziges Abwasser und sauberes Quell- und Oberflächenwasser ab 2025 in getrennte Kanäle zu leiten. Die Renaturierung sei ein Schritt in die richtige Richtung.

Hanke beschrieb die nächsten möglichen Schritte des Projektes, für dessen Planung und Umsetzung er eine Zeitdauer von 5 Jahren ansetzt: Entscheidung, ob eine Renaturierung über die "Aktion Blau" finanziert werde (hohe finanzielle Unterstützung aber keine Anrechnung als Ausgleichsflächen für Baumaßnahmen der VG) oder über ein Ökokonto (, um damit später Baumaßnahmen ausgleichen zu können.) Raudszus von der VG sprach sich für das Öko-Konto aus, Hanke verwies darauf, dass die VG in absehbarer Zeit etwa 70 Hektar für Ausgleichsmaßnahmen brauche. Weitere Punkte: Abgrenzung des Renaturierungsgebietes, Ernennung einer Projektleitung, Beauftragung eines Planungsbüros etc.

Dem Referenten wurde von Ausschussmitgliedern mehrfach gedankt. Die Fraktionen werden die Informationen diskutieren. Die Bürgermeisterin wird den Ober-Olmer Amtskollegen informieren, denn - wenn die Gemeinderäte es wollen - soll es ein gemeinsames Projekt der beiden Gemeinden werden, zusammen mit der VG, der Wasserwirtschaft, den Naturschutzbehörden, der Lokalen Agenda, den Landwirten, den Bürgern.  (bw)
 


Lokalanzeiger vom 4. Juli 2019

Geplante Haybach-Renaturierung bleibt Thema

Die Initiative der beiden Ortsgemeinden Ober-Olm und Klein-Winternheim, den Haybach über Strecken zu renaturieren, bleibt für die Öffentlichkeit ein wichtiges Thema. Der Lokalanzeiger macht damit auf. Den ganzen Artikel gibt es hier.


7. Juni 2019

Die AZ-Mainz berichtet am 7. Juni 2019 unter der Überschrift "Haybach wieder naturnah gestalten" über das Vorhaben. Den ganzen Artikel finden Sie hier.

Die LOKALE AGENDA unterstützt die Initiative und freut sich - zusammen mit den Bürgern unserer beiden Ortsgemeinden - auf die ökologisch wertvolle Verschönerung unseres Tals. Wir werden Sie weiter unterrichten!


31. Mai 2019


Mai 2019

Kommunales Gemeinschaftsprojekt: Der HAYBACH soll REVITALISIERT werden

Es geht um die Renaturierung des Haybaches, der an zu vielen Stellen in enge Beton-Halbschalen gezwängt und von seinen Quellen zum großen Teil abgeschnitten ist. Schon 2010 hatte die LOKALE AGENDA Klein-Winternheim eine Diplom-Arbeit an der FH-Bingen zur Renaturierung initiiert. Der Haybach entspringt in Klein-Winternheim, fließt durch die Gemarkung Ober-Olm, um bei Nieder-Olm, nach circa 4 km, in die Selz einzumünden.

In einer gemeinsamen Presseerklärung bekräftigen die Ortsbürgermeister Ute Granold von Klein-Winternheim und Matthias Becker von Ober-Olm, das "Haybachtal aufwerten" zu wollen. Sie starteten eine Initiative, um mit den zuständigen Behörden der Verbandsgemeinde und den anderen Akteuren, inklusive Landwirten und Umweltschützern, konkrete Konzepte zu entwickeln, notwendige Flächen z.B. durch Tausch zu erwerben und die Renaturierung "auf den Weg zu bringen". Als Experten, der die vorbereitenden Gespräche und Maßnahmen koordiniert, wurde der ehemalige Alzeyer Forstdirektor Dr. Gerhard Hanke gewonnen, der bereits bei der Erweiterung des Ober-Olmer Waldes erfolgreich aktiv war.


30. März 2019



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Lokale Agenda 21, Klein-Winternheim
c/o Dr. Irene Wellershoff
An der Bordwiese 6
55270 Klein-Winternheim
Tel.: 06136-85421
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